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Opel Meriva 1.6 CDTI im Fahrbericht

Diesel-Van mit neuem Vierzylinder

Opel Meriva 1.6 CDTI, Frontansicht Foto: Beate Jeske 10 Bilder

Vans sind Kisten auf Rädern. Der kompakte Opel Meriva 1.6 CDTI entkräftet dieses Klischee mit gutem Fahrkomfort, hoher Variabilität und einem neuen Vierzylinder-Diesel mit 110 PS. Wir sind ihn gefahren.

30.05.2014 Daniel Hohmeyer Powered by

Um viel unterbringen zu können, bedarf es nicht immer viel Raum. Es kann schon genügen, selbigen optimal auszunutzen, wie etwa im Opel Meriva. Für den ungewöhnlichen, Anfang des Jahres dezent modifizierten Kompakt-Van gibt es nun eine weitere Version des modernen 1,6-Liter-Dieselmotors. Sie leistet 110 statt 136 PS und kostet mit 22.300 Euro exakt 1.050 Euro weniger als die stärkere Ausführung.

Opel Meriva mit 1.500 Litern Ladevolumen

In Verbindung mit dem präzisen Sechsgang-Handschaltgetriebe reicht das für angemessenen Vortrieb. Beim Anfahren dröhnt der ansonsten laufruhige Vierzylinder zwar etwas, das schwindet jedoch oberhalb von 2.000 Touren. Da das maximale Drehmoment von 300 Newtonmetern bereits ab 1.750/min anliegt, lässt sich der Opel Meriva angenehm niedrigtourig fahren, wenngleich die Gänge recht lang übersetzt sind, was besonders ab der vierten Fahrstufe spürbar wird. Davon profitiert allerdings der Verbrauch, der bei 6,7 Litern lag.

Wirklich agil wirkt der Opel Meriva jedoch nicht. Durch das flach stehende Lenkrad und die geringe Servounterstützung reagiert der 1,6-Tonner besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten eher schwerfällig. Hier wäre eine leichtgängigere Lenkung wünschenswert. Auch die Übersichtlichkeit der kompakten Karosserie könnte besser ausfallen. Zudem decken die kleinen Außenspiegel den toten Winkel nicht ausreichend ab, und die massive B-Säule versperrt beim Schulterblick die Sicht.

Die Stärken des Opel Meriva liegen an anderer Stelle, und zwar in erster Linie im variablen Innenraum. Leichtgängig verschiebbar sind die äußeren Rücksitze und vergrößern die Ladetiefe so um einige Zentimeter. Der mittlere Sitz steht zwar fest, klappt zum Durchladen jedoch mit einem Handgriff um. Ebenso einfach wird durch Umlegen der kompletten Rückbank der hintere Teil des Meriva zur ebenen Ladefläche. 1.500 Liter stehen dann zur Verfügung.

Fondpassagiere können außerdem bequem durch die gegenläufig öffnende Fondtüren – die Opel-Meriva-Spezialität – einsteigen, während die abgeflachten Sitzkanten und die massiven Haltegriffe den Zustieg erleichtern. Beinfreiheit gibt es reichlich, einzig der seitliche Dacheinzug kann größere Passagiere stören. Bei aufrechter Rückbank beschränkt sich das Ladevolumen unter der Abdeckung auf 400 Liter.

Vorn nehmen die Passagiere im Opel Meriva auf bequemen Sitzen Platz. Sie tragen zum guten Fahrkomfort bei, da sie nahezu alle Unebenheiten absorbieren, die das recht straffe Fahrwerk durchlässt. Optional gibt es noch körpergerechtere Ergonomiesitze (ab 390 Euro). Extrageld verlangt Opel auch für den USB-Anschluss, der praktischerweise in die dreistufige Mittelkonsole integriert ist. Zudem gibt es ihn nicht einzeln, sondern nur als Teil des CD 400 Plus, das für die Basisversion Edition 200 Euro kostet.

Fazit

Der Opel Meriva ist nicht ohne Makel, bietet aber ein hohes Maß an Variabilität und Nutzwert zum angemessenen Preis.

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