Opels Maxi-Kompakt-Konzept heißt Signum

Der Signum basiert auf dem Vectra und beschreitet Neuland in der Mittelklasse. Mit einem Heck, das steil endet wie bei einem Kombi, bietet er mehr Platz und mehr Variabilität. Erster Fahrbericht.

Signum klingt gut, so gar nicht nach Opel. Und nicht nur, weil hinten im Namen das „a“ fehlt. Signum klingt trendy. Muss es auch – schließlich soll das Auto mit dem neuen Namen die Marke nach oben bringen. Die Zeiten, als die Modelle mit dem Blitz im Logo den Sexappeal ­einer Strickjacke ausstrahlten, sollen vorbei sein. Adieu Omega, es lebe der Signum. Um in der Mittelklasse, ins­besondere der anspruchsvollen, wieder Fuß zu fassen, entschieden sich die Marketingexperten für ein neues, so noch nicht da gewesenes Karosseriekonzept. Mehr Mut heißt das Motto, und der zeigt sich in einer Karosserieform, die bislang bei Limousinen nur in den unteren Klassen üblich war. Der Signum verfügt nämlich weder über ein Stufen- noch über ein Schrägheck, sondern endet steil wie ein Kombi. Vorteil: In der Raumausnutzung ist der Opel Signum herkömmlichen Limousinen klar überlegen. So misst er in der Länge mit 4,64 Metern nur vier Zentimeter mehr als der Vectra, auf dem er basiert, aber innen bietet er erheblich mehr Platz, was er seinem um 13 Zentimeter längeren Radstand verdankt. Wer beim Signum vorn ein­steigt, wird von den zusätzlichen Zentimetern allerdings nichts bemerken. Auf den Vordersitzen fühlt man sich wie im Vectra, zumal auch die Cockpitgestaltung an das Schwestermodell erinnert. Zwar lässt zusätzlicher Zierrat – auf Wunsch sogar mit Schildpattdekor – alles etwas hochwertiger erscheinen, doch die Platz­verhältnisse und der erfreulich hohe Sitzkomfort entsprechen denen im Vectra. Auf Wunsch offeriert Opel dem Signum-Fahrer ab Herbst allerdings einen „medizinisch empfohlenen“ Multikontursitz mit Belüftung.

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Wolfgang König

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