Peugeot 107 1.0 2-tronic im Fahrbericht: Kleinwagen im zweiten Aufguss

Peugeot 107 1.0 2-tronic, Frontansicht

Rechtzeitig zur Kleinwagen-Offensive um VW Up und Co. bekommt der Peugeot 107 eine Frischzellenkur verpasst. Fahrbericht des 68 PS starken Benziners mit automatisiertem Fünfgang-Getriebe.

Kaum mischen die Drillinge VW Up, Seat Mii und Skoda Citigo das Feld der Stadtwagen auf, bringt sich das bereits sieben Jahre alte französisch-japanische Trio Citroën C1, Toyota Aygo und Peugeot 107 mit einem zweiten Facelift aufgefrischt in Stellung.

Deutlich sichtbar sind die Änderungen des 107 an den neuen Peugeot-Designmerkmalen: Die Motorhaube ist runder geworden, der sechseckige Kühlergrill kleiner, und die Scheinwerfer fallen deutlich länger aus.

Automatisiertes Getriebe mit großen Schaltpausen

Im Innenraum hingegen gibt es bis auf die optional erhältliche Bluetooth-Freisprecheinrichtung inklusive USB-Anschluss nichts Neues. Die fragilen Plastikschalter der manuellen Klimaanlage wirken selbst für einen Kleinwagen arg preiswert. Die Sitze sind bequem, bieten jedoch wenig Seitenhalt und geringe Verstellmöglichkeiten. In zweiter Reihe haben nur bis zu 1,70 Meter große Fahrgäste ausreichend Kopffreiheit, größere Personen sollten den Kopf einziehen, vor allem dann, wenn das Fahrwerk auf schlecht asphaltierten Straßen poltert und die Insassen durchschüttelt.

Angetrieben wird der Peugeot 107 weiterhin ausschließlich von einem Dreizylinder-Benziner mit 68 PS, der sich jetzt mit durchschnittlich 0,1 L/100 km weniger begnügen soll. In unserem Testwagen ist er mit einem automatisierten Fünfgang-Schaltgetriebe inklusive Schaltwippen gekoppelt. Vorteil: Die Paddel drehen sich mit dem Lenkrad und können so in jeder Fahrsituation ohne Probleme betätigt werden. Nervend ist jedoch die Gedenkpause des Getriebes bei jedem Gangwechsel.

Der Peugeot 107 liebt es ruhig

Doch der Peugeot 107 lässt es sowieso eher ruhig angehen. Will man ihn mit Schwung fahren, helfen nur Drehzahlen jenseits der 3.000er-Grenze, was ein lautes, angestrengtes Knurren des Dreizylinders zur Folge hat und den Normverbrauch äußerst theoretisch erscheinen lässt.

Ganz und gar nicht theoretisch ist der Preis unseres Testwagens. Das Schwestermodell Toyota Aygo kostet in der Ausstattung Connect zwar 100 Euro mehr, hat dafür aber Klimaanlage, LED-Tagfahrlicht und Bluetooth-Freisprecheinrichtung serienmäßig. Es lohnt sich also durchaus, alle drei Modelle genauer zu betrachten, obwohl sie baugleich sind.

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Kevin Ballon

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