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Peugeot 407

Der Löwe reißt das Maul auf

Foto: Uli Jooß

Mit dem 407 will die Marke mit dem Löwen im Wappen der Mittelklasse-Konkurrenz die Zähne zeigen. Die schlagkräftigsten Argumente des Neuen: mutiges Design, umfangreiche Sicherheitsausstattung und günstiger Preis.

13.05.2004

Dieses Auto schreit  förmlich nach Aufmerksamkeit.  Denn  es reißt das Maul –  pardon, den Kühlergrill – ganz  schön weit auf.  Die Deutung der unmissverständlichen  Pose: Schaut  her, ich will’s euch braven anderen  Mittelklasse-Autos zeigen.  Darum trägt der Peugeot 407  einen in Look und Größe an Ferrari  Gran Turismo erinnernden  Kühllufteinlass im Gesicht.  So viel Biss wie beim italienischen  Vorbild steckt hier  natürlich nicht hinter dem  haifischartigen Schlund. Doch  selbst wenn es keine 400 oder  500 PS sind, die da aus acht oder  gar zwölf Zylindern hinter den  Gitterstäben fauchen, stellt der  Peugeot keine zahnlose Kaulquappe  dar. Schließlich reicht  die Motorenpalette des 406-  Nachfolgers (siehe Tabelle Seite  34) vom 1,6-Liter-Vierzylinder-  Turbodiesel mit 109 PS bis  zum Dreiliter-V6 mit 211 PS.  Die sauberste Leistung freilich  steckt im Abgasreinigungssystem:  Denn alle Versionen erfüllen  die EU-4-Norm – auch  die beiden HDi-Turbodiesel,  die serienmäßig mit Rußpartikelfilter  ausgerüstet sind.

Die prägnante Front, die das  Wappentier von Peugeot – den  Löwen von Belfort – größer als  je zuvor zu Markte trägt, lässt  den 407 nicht nur aus der Menge  der Mittelklasse herausragen.  Auffällig aber auch, dass  sich die stilistische Eigenständigkeit  mehr und mehr verliert,  je weiter das Auge an der Karosserie  nach hinten wandert.  4,68 Meter ist sie lang und  überragt damit den Vorgänger  um acht Zentimeter. 2,5 davon  gehen auf das Konto des gestreckten  Radstands. Breite  (plus fünf Zentimeter) und  Höhe (drei Zentimeter mehr)  nahmen ebenso zu, was den  407 gegenüber dem 406 zwar eine  Nummer stämmiger wirken lässt, aber aus dem Stufenheck-  Auto kein Raumwunder macht.  Bewegungsfreiheit für Arme  und Beine ist zwar vorn wie  hinten genügend vorhanden,  aber wegen der stark gekrümmten  Dachlinie stoßen groß gewachsene  Fondpassagiere mit  dem Kopf an den Innenhimmel.  Der Kofferraum, dessen Entriegelungsknopf  in die Null des  407-Heckschriftzugs eingelassen  ist und bei dem es eine hohe  Ladekante zu überwinden gilt,  fasst mit 407 Litern sogar etwas  weniger als im Vormodell. Allerdings  sind die Scharniere des  Heckdeckels Platz sparend außen  angeordnet, und die asymmetrisch  geteilten Fondlehnen  lassen sich samt Sitzfläche ohne  Demontage der Kopfstützen zur  Erweiterung des Laderaums  umklappen.  

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