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Porsche Panamera GTS im Fahrbericht

Für Rennfahrer und Pendler

Porsche Panamera GTS, Frontansicht Foto: Arturo Rivas 24 Bilder

Der Porsche Panamera GTS, bei uns im Fahrbericht, bekam mehr Dynamik und eine geänderte Ansaugluftführung für mehr Leistung.

05.04.2012 Jochen Übler

Spaß am Sparen mal anders – nämlich sparen mit emotionaler Nebenwirkung. Der Porsche Panamera GTS hat es, und zwar serienmäßig. Er spart einerseits mit reibungslos funktionierender Start-Stopp-Technologie kostbaren Treibstoff und schlägt andererseits auch noch die herzergreifende Saite an. Weil bei jedem automatisierten Neustart der 4,8 Liter große Achtzylinder einen wohlig warmen, großflächigen Klangteppich ausbreitet. Ein kurzer Aufschrei, ein dumpfer V8-Biss, und der im Vergleich zum Porsche Panamera S um 30 PS und 20 Newtonmeter stärkere Direkteinspritzer-V8 ist im wahrsten Wortsinn bei der Musik.

Und das ist nur der akustisch launige Auftakt für insgesamt mehr Fahrspaß, basierend auf einem weitreichenden technischen Upgrade. Das sind zunächst zwei zusätzliche Luftfilterkästen im Bug des Porsche Panamera GTS, deren Klappensteuerung ab 3.500 Umdrehungen auf Durchzug schaltet. Somit strömt mehr Luft in den Ansaugtrakt, was die modifizierten Nockenwellen mit geänderten Steuerzeiten für einen optimierten Gaswechsel umzusetzen wissen.

Porsche Panamera GTS 2:24 Min.

Porsche Panamera GTS bis 7.100 Touren

Am Ende verpufft das Ganze durch eine Sportauspuffanlage mit verringertem Gegendruck, die mit ihrer vom Innenraum aus aktivierbaren Klappensteuerung die Nackenhaare aufstellt. Dumpf und kehlig hämmert dann der gierig am Gas hängende V8 seine Verbrennungstakte durch die schwarzen Endrohre, spratzelt und brabbelt im Schubbetrieb wie ein divenhafter Sportmotor. Trotzdem nimmt er in jeder Drehzahllage spontan Gas an und windet sich gierig bis ans Maximum von 7.100 Umdrehungen – 400 Touren später als im Porsche Panamera S.

Spätestens dann fließt im serienmäßigen Doppelkupplungsgetriebe eine Übersetzung in die nächste. Derweil lauert die adaptive Luftfederung auf die nächste Biegung, duckt sich die mit schwarzen Scheibenrahmen akzentuierte Karosserie des Porsche Panamera GTS zehn Millimeter tiefer an die Straße. Die leichtgängige, präzise Lenkung suggeriert statt über 1,9 Tonnen Gewicht irgendetwas zwischen 1,4 und 1,6 Tonnen. Leichtfüßig lenkt der Porsche Panamera GTS ein, und die optionalen, aktiven Stabilisatoren (PDCC) kappen die Wankneigung auf ein Minimum.

Heckspoiler fährt automatisch aus

Gas! Schlupf? Ach was! Der Porsche Panamera GTS hat Allrad, steht zudem auf den 19 Zoll großen Turbo-Rädern und teilt sich mit dem Top-Modell auch die Bremsanlage sowie die aerodynamischen Hilfsmittel, also die Frontschürze und den adaptiven, elektrisch ausfahrenden Heckspoiler. Nicht nur dieser trägt dafür Sorge, dass der GTS auch bei hohen Geschwindigkeiten stur die Spur hält. Das adaptive Fahrwerk müht sich ebenfalls um einen gepflegten Langstreckenkomfort.

Umso niedriger die Geschwindigkeiten jedoch werden, desto trockener kommen kurze Stöße bei der vierköpfigen Besatzung des Porsche Panamera GTS an. Wer die Feder- und Dämpferraten per Knopfdruck dann noch weiter strafft, ist entweder ein zäher Bursche oder hat gerade ein Ticket für die schnelle Runde auf der Rennstrecke gelöst. Denn dort soll sich der im Vergleich zum S gut 17.000 Euro teurere Porsche Panamera GTS besonders heimisch fühlen.

Schleichfahrt kann der GTS auch

Das Interieur jedenfalls ist für Exkurse in die Welt der maximalen Querdynamik optimal gerüstet. Mit schmalen, bequemen, auf alle Fälle sehr gut konturierten 18-Wege-Sportsitzen, die ebenso wie die Armauflagen und der Dachhimmel mit feinem Alcantara bezogen sind. Das Sport Chrono-Paket ist ebenfalls ab Werk mit an Bord. Dadurch lässt sich die Gaspedalkennung und die Schaltstrategie nachschärfen oder im kleinen Cockpit-Display neben dem Drehzahlmesser anzeigen, wie es um die Rundenzeiten und die Querbeschleunigung bestellt ist.

Genug des wilden Treibens, zurück mit den Auspuffklappen auf Stellung Schleichfahrt. Der Porsche Panamera GTS kann auch gepflegt, für den Alltag korrekt gekämmt. Dann bleibt ein sachtes, basslastiges V8-Fundament stehen. Oder es spielt noch nebenbei ein feiner Ansaugbeat, den der im Sportmodus aktive Soundcomposer via A-Säule in den Innenraum projiziert.

Kommen wir von den 116.716 Euro teuren Klang- und Fahremotionen zurück zur Sachlichkeit: Mit einem angegebenen Normverbrauch von 10,9 Liter pro 100 Kilometer liegt der über 100 Kilogramm schwerere, etwas schnellere und deutlich spurtstärkere Porsche Panamera GTS vier Zehntel über dem S. Was das nun mit sachlichem Sparen zu tun hat? Wie der Turbo verfügt auch der GTS nicht über einen 80-, sondern 100-Liter-Tank. Das spart zumindest Tankstopps ...

Fazit

„Ansprechverhalten, Drehfreude und Klang – so ein V8-Sauger hat viele faszinierende Facetten.“ Redakteur und Saugmotor-Anhänger Jochen Übler.

Technische Daten
Porsche Panamera GTS
Grundpreis117.906 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4970 x 1931 x 1408 mm
KofferraumvolumenVDA445 bis 1263 L
Hubraum / Motor4806 cm³ / 8-Zylinder
Leistung316 kW / 430 PS (520 Nm)
Höchstgeschwindigkeit288 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h4,5 s
Verbrauch10,9 L/100 km
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