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Fahrt im Porsche Panamera Turbo

Walter Röhrl chauffiert im GT auf der Nordschleife

Porsche Panamera Turbo Walter Röhrl Horst von Saurma Foto: Rossen Gargolov 12 Bilder

Mit Erscheinen des neuen Panamera werden Familienmenschen bei Porsche nunmehr auch abseits des Cayenne fündig. Die Abmessungen und das Raumangebot des Newcomers sind imposant, das Fahrverhalten Sportwagen-typisch, wie die erste Fahrt mit Walter Röhrl auf der Nordschleife beweist.

07/10/2009 Anja Wassertheurer Powered by

Bislang mussten Familienväter, die auf das Porschewappen an der Front nicht verzichten wollen, zum Cayenne greifen. Mit Erscheinen des im Sommer zu Preisen ab 94.575 Euro in den Verkauf gehenden Panamera, der zwar mit coupéhaften Linien, aber vier Türen und ebenso vielen vollwertigen Sitzen sowie großzügig bemessener Kopf- und Beinfreiheit im Fond aufwartet, wird sich das nun ändern. Demnächst können bis zu vier Erwachsene nebst größerem Reisegepäck auch in der für Porsche-Modelle typischeren tiefen Sitzposition über den Asphalt gleiten.

Porsche Panamera mit 300 PS-V6: Neuer Basis-Panamera mit Sechszylinder 1:56 Min.

Verbindet Sportwagentugend mit Limousinencharakter

Der neue Gran Turismo, der das lange Reisen quasi im Namen trägt (ruft seine Modellbezeichnung doch Assoziationen an die den amerikanischen Kontinent von Nord nach Süd durchziehende Panamericana wach), verbindet die von Porsche bekannten Sportwagen-Tugenden gekonnt mit den Charaktereigenschaften einer Großraumlimousine. Davon konnten sich auf der Nürburgring-Nordschleife sowohl sport auto-Chef Horst von Saurma als auch die Autorin selbst überzeugen. Ersterer nahm lässig auf einem der gut konturierten rückwärtigen Einzelsitze Platz und übte sich in der für ihn ungewohnten Pose des Herrenfahrers.

Dass er auch nach dem Acht-Minuten-Überflug über die Nordschleife noch wohlig grinsen konnte, mag daran liegen, dass sein Chauffeur kein Geringerer war als Ex-Rallye-Weltmeister Walter Röhrl. Wer die Erprobung des großen Weißen mit den schwarzen Schuhen auf dem Eifelkurs selbst in die Hand nimmt, geht die Sache anfangs naturgemäß verhalten an: Rund zwei Tonnen wollen schließlich erst einmal geführt und sicher im Zaum gehalten werden.

Sportliche Fahreigenschaften

Doch schon nach den ersten Biegungen und der Anwahl der härtesten Stufe des mit drei manuell selektierbaren Kennfeldern versehenen PASM-Fahrwerks ist klar, dass die in dieser Fahrzeugklasse ansonsten gültigen Maßstäbe hier nur bedingt zum Tragen kommen. Sicher - der Komfort ist tendenziell größer als bei den Sportwagen der Marke. Aber weichgespült, schwammig oder gar instabil kommt der Panamera nicht daher. Da ist schon der aktive Wankausgleich vor, der die Bewegungsfreiheit der Karosserie im sportlichsten der drei Fahrwerksprogramme auf ein Minimum reduziert. Bretteben und ohne jedwede Neigung zum Schieben zieht der Viersitzer seiner Bahn.

Walter Röhrl-Rundenzeit: 7.56 Minuten
 
Beim Herausbeschleunigen aus Kurven wirft der GT zudem die ganze Wucht seiner 700, unter Zuhilfenahme des 1.892 Euro teuren, optionalen Sport Chrono Pakets im Overboostbereich gar 770 Newtonmeter Drehmoment in die Waagschale. Zügiger zieht ein Porsche 911 Turbo auch nicht davon. So gesehen erscheint die vom Werk genannte, im 500-PS-Panamera von Walter Röhrl herausgefahrene Rundenzeit von 7.56 Minuten allemal glaubhaft. Irgendwie, so meint man, ist Gewicht - die richtigen Komponenten und ordentliche Abstimmungsarbeit an Motor, Fahrwerk und Bremse vorausgesetzt - doch relativ.

Bei der Familien-Limo aus Stuttgart-Zuffenhausen wissen diesbezüglich auch die gegen 8.710 Euro Aufpreis erhältlichen Keramik-Stopper zu überzeugen. Die Sechs- und Vierkolben- Monobloc-Sättel vorn und hinten haben die 410 und 350 Millimeter großen, rundum innenbelüfteten und gelochten Scheiben allzeit gut im Griff, ohne im täglichen Umgang mit lästigem Quietschen oder ungehobeltem Ansprechverhalten aufzufallen.

Spagat zwischen Alltag und Sport

Die Quadratur des Kreises oder besser: der Spagat zwischen Alltag und Sport scheint im Fall dieses GT, dem mit dem ebenfalls in den Startlöchern stehenden Aston Martin Rapide demnächst Konkurrenz von der Britischen Insel droht, also zunächst einmal gelungen zu sein. Alles Weitere klärt später der Test.

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