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Erster Fahrbericht des Range Rover Sport Supercharged

Der Range Rover Sport demonstriert wahre Sportlichkeit

28 Bilder

Land Rover bläst mit dem neuen V8-Kompressormotor im Range Rover Sport zur Attacke auf Sportwagen und Hochleistungs-SUV. Wir sind schon mal Probe geflogen.

26.08.2009 Powered by

Die Idee war anfangs nicht auf Anhieb durchschaubar: Ein Auto mit der Optik des Range Rover auf der Basis des Discovery zu bauen (der sein technisches Grundgerüst wiederum in Teilen vom großen Range bezieht). Doch der Range Rover Sport, vor vier Jahren vorgestellt, entwickelte sich zu einem ordentlichen Umsatzträger für die Engländer. Vor allem in den USA und in Asien konnte sich der sportliche Luxusliner eine beachtliche Fangemeinde sichern. Mit der grundlegenden Renovierung der Plattform-Basistechnik steht nun auch bei ihm eine neue Modellgeneration an, die weit mehr als nur eine Facelift-Version ist.

Wie bereits bei den 2010er-Modellen von Range Rover und Discovery ist auch beim Range Sport die äußere Erneuerung dezent. Die Karosserieform wurde beibehalten, neue Leuchten mit Tagfahr-LED, der neue Grill mit zwei Querrippen sowie die abgeänderte Frontschürze kennzeichnen den Modelljahrgang 2010. Der Innenraum wurde weit umfangreicher renoviert. Verbesserte Sitze und das komplett überarbeitete Cockpit sehen wertiger aus als früher. Reichlich fein verarbeitetes Leder selbst auf den Armaturenbord, Echtholz-Blenden und Alu-Look für die Schalter - der Range Rover Sport wirkt im besten Sinne very british. An technischen Updates sind unter anderem das im Fahrbericht des Discovery 4 vorgestellte Surround-Kamerasystem, ein radargesteuerter Abstands-Tempomat, schlüsselloser Zugang und Start, das automatische abblendende Fernlicht sowie die nun per Handsender von außen variierbare Luftfederung zu vermelden.

Die neue Generation des Range Rover Sport trägt den Beinamen zu Recht

Allerdings sollte man das gepflegte Ambiente nicht mit einem Hang zur Gemütlichkeit in Verbindung bringen: Diese Zeiten sind mit der neuen Modellgeneration endgültig vorbei. Zwei Renovierungsmaßnahmen sorgen dafür, dass der Range Rover Sport seinen Namen nun zu Recht trägt. Die erste betrifft den Unterbau. Adaptive Dynamics hat Land Rover das Dämpfersystem getauft, das sich über Sensoren und festgelegte Kennfelder auf die Fahrsituation einstellt. Will es der Chauffeur mal richtig brennen lassen, reagieren die Stoßdämpfer entsprechend. Die Lenkung wurde überarbeitet und arbeitet nun direkter, das Fahrwerk wurde gestrafft – wie beim Discovery 4 sind damit die Roll- und Wankbewegungen des Vorgängermodells kräftig reduziert.
Die zweite große Neuerung sind die beiden frischen Aggregate: Den Dreiliter-TDV6 haben wir bereits im Fahrbericht des Discovery 4 vorgestellt. Mit 245 PS und 600 Nm wird er in Deutschland wohl den Löwenanteil bei den Verkäufen ausmachen. Und dem unveränderten TDV8 die Schau stehlen. Der ist mit 640 Nm nicht wesentlich durchzugsstärker, braucht aber fast zwei Liter mehr. 9,2 Liter im EU-Mix gibt Land Rover für den TDV6 im Range Sport an, verspricht 9,3 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 193 km/h. Werte, die beachtlich für ein derartiges Kaliber von Auto klingen. Wenn man den zweiten neuen Motor nicht kennt. Denn für Leistungsfanatiker hängen die Briten nun den ganz dicken Hammer unter die Haube: Den Supercharged-V8 .

Mit dem Kompressor-V8 hängt der Hammer unter der Haube

Exakt 4.999 Kubikzentimeter verteilen sich auf die acht Töpfe. Benzin-Direkteinspritzung mit 150 bar. Variable Nockenwellensteuerung. Schaltsaugrohr. Und mittendrin als Sahnehäubchen für Motorenfreaks: Der Twin-Vortex-Kompressor, mit dem der Fünfliter-Motor erst richtig dicke Backen bekommt. In nüchternen Zahlen: 510 PS, 625 Newtonmeter, 5,9 Sekunden auf Hundert. In einem Wort nach dem ersten Druck aufs rechte Pedal: Wow! Mit orchestralem Trompeten knallt der Range Rover Sport derart davon, dass man sich kurzfristig Sorgen um den Straßenbelag macht. Und das ist kein einmaliges wildes Aufbäumen, der gnadenlose Druck geht nahtlos durch, bis die Landschaft nur noch verwischt an den Seitenfenstern vorbeirauscht. Spaßeshalber haben die Jungs von Land Rover das Vorgängermodell danebengestellt, mit 4,2-Liter-Kompressormotor, auch kein Kind von Traurigkeit. Aufgabe: Von Null auf 100 miles per hour (160 km/h). Und Vollbremsung. Als der neue Supercharged bereits wieder stand, war der alte noch beim beschleunigen.

Überholvorgänge auf der Landstraße sind ein kurzes Intermezzo. Man beamt sich quasi vorbei. Und darf danach erst mal in die Eisen, weil die Tachonadel sofort auf eine reichlich illegale Zahl zeigt. Kaum vorstellbar, was dieser Motor in einem Range Rover I aus den 1980er Jahren angerichtet hätte - der wog noch eine Tonne weniger als der aktuelle Range Sport. Wenn man sich das abenteuerliche Leergewicht des Supercharged (2679 Kilo) ins Gedächtnis ruft, ist der brachiale Schub um so beeindruckender. Klare Prognose: Künftig wird wohl der eine oder andere Porsche Cayenne - und BMW X5 -Pilot ein paar unschöne Erlebnisse mit einem Geländewagen von der Insel haben.

Trotz neuer Straßenräuber-Qualität: der kann auch Gelände

Wobei man das mit dem Gelände ohne Rot zu werden schreiben darf. Trotz der neu gewonnenen Straßenräuber-Qualität (das Terrain Response-System des Supercharged wurde um einen schaltbaren Dynamic-Modus ergänzt, an der Vorderachse beißen bei ihm Brembo-Sechskolbensättel in 380-Millimeter-Scheiben) – abseits der Straße ist der Range Rover Sport durchaus ein Großer. Da kann er nicht wirklich weniger als der Discovery, mit dem er sich die Plattform teilt. Geländeuntersetzung, das im Sand- und im Felsenmodus neu programmierte Terrain Response-System, optionale Hinterachssperre, das famos verschränkende höhenverstellbare Luftfederfahrwerk, 700 Millimeter (!) Wattiefe. Wer sich traut, das teure Gefährt in den Schmodder zu lenken, wird eine Weile brauchen, um die Limits zu finden. Auf unserer ersten Testfahrt in Schottland (siehe Fotoshow) fanden wir sie trotz beachtlich kerniger Gelände-Etappen nicht.

Das deutsche Publikum bekommt den Jahrgang 2010 zur IAA im September zu sehen und kann ihn ab diesem Zeitpunkt auch kaufen. 82.200 Euro wird das Preisschild beim Range Rover Sport Supercharged vermelden. Ohne Extras. Wer sich damit und mit den Verbrauchswerten (EU-Mix: 14,9 Liter, dann aber bitte nicht schnell fahren) nicht anfreunden kann: Der neue TDV6 startet bei 61.600 Euro.

Technische Daten
Land Rover Range Rover Sport Supercharged
Grundpreis84.000 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4788 x 1983 x 1812 mm
KofferraumvolumenVDA450 bis 2013 L
Hubraum / Motor4196 cm³ / 8-Zylinder
Leistung291 kW / 396 PS (560 Nm)
Höchstgeschwindigkeit225 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h7,6 s
Verbrauch15,9 L/100 km
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