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Renault 5 GT Turbo ab 4.200 €

Schnellster Kleinwagen-Turbo der 80er

Renault 5 GT Turbo, Frontansicht Foto: Archiv 26 Bilder

Supercinq - der Name trifft beim Turbo-R5 den Nagel auf den Kopf: In weniger als 8 s sprintet er auf 100 - und weiter bis 200 km/h. Das waren 1985 Rekordmarken in der Kleinwagen-Klasse.

10.02.2015 Dirk Johae 1 Kommentar Powered by

Formel 1-Technik bei den Kleinwagen

Der Transfer vom Motorsport in die Serie glückt nicht jedem Hersteller. Die Régie Renault aber meisterte die Übertragung ihrer Pionierleistung in der Formel 1, die Einführung des Turbomotors, auf die sportlichen Serienmodelle. Selbst beim kleinsten Spross, dem Renault 5, setzte Renault auf einen Turbolader, der für mehr Motorleistung sorgt: ab 1980 zunächst beim R5 Alpine Turbo, dann ab April 1985 in der "Supercinq" (Super- Fünf) genannten zweiten Generation des Kleinwagens aus Billancourt. Beide Turboversionen bewährten sich auch im harten Markenpokal-Getümmel auf den Rennstrecken.

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Motor Klassik 05/2014
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Der Renault 5 GT Turbo verfügte wie alle Supercinq-Exemplare über einen vorn quer eingebauten Motor. Außerdem passte Renault das Fahrwerk auf die größeren Muckis seines Kleinen an: Der R5 GT Turbo kam dem Asphalt um 38 Millimeter näher, erhielt eine neue Hinterachse mit breiterer Spur sowie vorn innenbelüftete Bremsscheiben und hinten Scheiben- statt Trommelbremsen.

Giftige Bremsen, gutes Fahrwerk, überragende Fahrleistungen

Während diese Bremsanlage allerdings beim ersten Test in auto, motor und sport als "giftig" bemängelt wurde, bekam das Fahrwerk des Renault 5 GT Turbo gute Noten. Am meisten aber besticht der 115 PS starke, aufgeladene R5 durch seine Fahrleistungen: Fast 200 km/h Spitze und eine Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h in unter acht Sekunden waren Bestmarken in seiner Klasse.

Der Renault 5 GTE als Nachfolger mit Turbo-Optik, aber lediglich einem Saugmotor war dagegen nur ein müder Abklatsch - sowohl auf der Rennpiste als auch im Autoalltag. Als Youngtimer muss es heute schon der Renault 5 GT Turbo sein. Aber dem Fan des R5 GT Turbo geht es wie vielen Anhängern von rasenden Kleinwagen: Erst mal einen finden!

Wenn man dann fündig wird, muss man für ein gutes Exemplar im Zustand 2 laut classic analytics mit rund 4.200 Euro rechnen. Zwar gibt es Renault 5 GT Turbo schon vereinzelt ab 400 Euro Zustand-4-Autos, doch sind das meist verheizte Fünfthand-Autos mit massiven Rost- und Technikproblemen.

Modell im FahrberichtLeistungGewicht
Alfa Romeo 33 16V132 PS1.016 kg
Citroën AX GTi95 PS745 kg
Fiat Uno Turbo i.e.105 PS845 kg
Ford Fiesta XR2i130 PS965 kg
Lancia Y10 Turbo85 PS855 kg
MG Metro Turbo93 PS795 kg
Opel Corsa GSI101 PS865 kg
Peugeot 205 GTI104 PS866 kg
Renault 5 GT Turbo115 PS851 kg
VW Polo G40113 PS835 kg
Technische Daten
Renault 5 GT Turbo
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe3592 x 1596 x 1367 mm
KofferraumvolumenVDA233 L
Hubraum / Motor1397 cm³ / 4-Zylinder
Leistung85 kW / 115 PS (165 Nm)
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    Ich wage ein wenig zu widersprechen. :-)

    Damals hatte ich einen R5 Exclusiv (Baccara) mit 87 PS aus 1721 ccm. Der atmete durch einen schönen, aber sich gerne verziehenden, Doppelvergaser. Anmerkung: Nur Franzosen kommen auf die Idee so einen dünnbodigen Vergaser – auf einem Motor ohne Querstromkopf – genau zwischen den Abgaskrümmer zu setzen.

    Naja, egal, das Ding schob ordentlich an. Ab 4.000 Touren sogar mächtig. Damals gewöhnte ich mir an mit Licht zu fahren, weil ich auf den Autobahnen einige "interessante" Begegnungen mit Verkehrsteilnehmern hatte, die einen kleinen braunen R5 solche Geschwindigkeiten nicht zugetraut hätten. Aber geschenkt. Dank der Bremsen aus dem Turbo war das alles halb so wild.

    Meine Werkstatt nahm bei einer Inspektion die Räder ab und der Meister rief erleichtert: "Endlich mal einer, der richtig bremst!".

    Und auch gut beschleunigt – wie mir der Golf GTI-Fahrer bestätigen kann, der mich an einer Ortsausfahrt überholen wollte. Wir waren zu dritt im Auto. Sonntagsausflug. Er saß mit seiner Schnepfe im Golf – König und Königin der Landstraße zwischen Orten in denen die meisten Menschen miteinander verwandt sind – und ging mir schon im Ort auf den Sack. Dort fuhr ich nämlich locker die erlaubten 50 – und er drängelte.

    Am Ortsausgang gab ich dann Gas und sah noch, dass er (sinnfrei) auf die Gegenfahrbahn fuhr. Vermutlich um zu überholen... wenn das auch nur annähernd funktioniert hätte. Das war sicher eine etwas ungewohnte Erfahrung für den Kerle. Mamis Einkaufsauto zog seinem GTI respektlos davon.

    Ja, mein Auto sah unscheinbar aus. Mit dem Exklusiv war man aber immer gut gekleidet und musste trotzdem nicht auf Leistung verzichten. Unzählige Male wurde ich von erstaunten Autofahrern gefragt, wieviel PS das Auto denn bitte hätte. Darunter war auch ein wirklich passionierter R5 Turbo-Fahrer. Aus meiner Sicht zippte er mir auf der Landstraße weg, aber er meinte nachher nur, dass er bisher kein Auto im "Fuldadrom" erlebt hätte, das so lange hinten dran blieb wie mein Exklusiv.

    Auch auf der Autobahn musste sich mein R5 nicht vor den GTEs verstecken, auch wenn ihm nominell acht PS fehlten. Auf der A7 von Hersfeld Richtung Kassel hatte ich nachts auf der leeren Autobahn ein wirklich spannendes Rennen mit einem GTE. Mal war ich vorne, mal er. Am Ende der Ausfahrt von der A7 auf die Südtangente (heute "Lohfelndener Rüssel") war ich vorne, und er so dicht hinter mir, dass ich seine Scheinwerfer im Rückspiegel kaum sah.

    Ich dachte nicht daran vom Gas zu gehen. Lieber in der Leitplanke enden, als Schwäche zeigen. Damals war diese Ausfahrt zugleich der Beginn der Sudtangente, es gab also keinen Verkehr der von hinten kommen konnte. So drifteten wir beide synchron durch die Auffahrt und gaben am Ende noch einmal richtig Kitt. Die schmutzige Fahrbahn tat ihr übriges und so landeten wir beide direkt auf der linken Spur der leeren Autobahn.

    Die 100 km/h-Begrenzung ignorierten wir bis zur Abfahrt Auestadion. Dort standen alle Ampeln auf grün und so rutschten wir durch bis ich zu Hause war. Der GTE folgte mir bis zu meinem Parkplatz. Der Fahrer liess das Fenster runter und rief zu mir rüber: "Mann, war das geil! Wie viel PS hat dein Auto?". Es folgte noch ein nettes Benzingespräch.

    Aber wisst Ihr, was mich echt angeätzt hat? Die verdammten Citroen AX! Die blieben immer länger hintendran, als ihnen aus automobil-sozialen Gründen und leistungs-ethisch überhaupt zustand! Was bildeten die sich ein? Mit ihren astmatischen 60 PS (wenn überhaupt soviel!)? Echt skandalös!

    Tja... und heute?
    In Zeiten der Turbodiesel und Kleinwagen mit 250 PS.
    In Zeiten der digitalen Bevormunder, die nicht nur Fahrwerk und Bremsen kontrollieren.
    In Zeiten der überfüllten Straßen.
    In Zeiten der absurden Spritpreise und der damit verbundenen sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf den Autobahnen (Firmenwagenfahrer vs. Leute, die den Sprit selber zahlen müssen).

    In diesen Zeiten ist das Autofahren sicher im Schnitt schneller, komfortabler und sicherer als jemals zuvor.
    Aber soviel Spaß wie damals hat man nicht mehr.

    Mierscheid 11. Mai 2017, 18:58 Uhr
    Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
    Youngtimer - Hefttitel, Titel  05/2014
    Heft 05 / 2014 10. September 2014 Heftinhalt anzeigen Jetzt kaufen Artikel einzeln kaufen
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