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So fährt sich ein starker Franzose: der Renault Mégane R26R

Starke Leistung bei wenig Gewicht: der neue Mégane

Foto: Mainx 4 Bilder

Mit einer Nürburgring-Runde in 8.17 Minuten will der Mégane R26R als Rekordhalter in die Annalen eingehen

09.09.2008 Horst von Saurma Powered by

Die bei sport auto vor weit mehr als einem Jahrzehnt aus der Taufe gehobene Fahrzeugbewertung in Form von Rundenzeitenmessungen auf der Nordschleife des Nürburgrings hat sich als ein Kriterium von wahrhaft internationaler Bedeutsamkeit etabliert. So kommuniziert Nissan für den hier zu Lande erst im Frühjahr 2009 erscheinenden GT-R schon jetzt eine grandiose Rundenzeit von 7.28 Minuten - vier Sekunden unter der bislang schnellsten verbrieften Ring-Umrundung durch sport auto mit dem Porsche Carrera GT.

Damit nicht genug: Die neue Corvette ZR1 soll's noch besser können: Die Authentizität der US-Rekordrunde - 7.26 Minuten - ist vom Hersteller allerdings nicht - wie bei Nissan - durch ein online gestelltes Video dokumentiert, sondern bislang lediglich Inhalt einer Pressemitteilung. Und nachdem im letzten Herbst dem Ex-DTM-Fahrer und Opel- Repräsentanten Manuel Reuter der Nordschleifen-Rundenrekord für frontgetriebene Straßensportler mit einem Astra OPC zugeschrieben wurde - 8.36 Minuten -, sind es nun auch die sportlichen Vertreter der Grande Nation, die die ehrwürdige Nordschleife als das Zentrum fahrdynamischer Großtaten entdeckt haben.

Das Vorhaben von Renault Sport, den Opel-Rekord in der Zweiliter-Frontantriebsklasse zu pulverisieren, lag insofern nahe, als im Juni 2005 das von sport auto mitinitiierte Mégane-Sondermodell auf dem Ring schon mit einer Zeit von 8.38 Minuten aufwartete. Die serienmäßig gut entwickelten Ressourcen des bis dato sportlichsten Mégane-Modells müssten sich, so die Hochrechnung im französischen Dieppe, durch entsprechende Modifikationen noch effektiver herausarbeiten lassen.

Gewichtsreduzierung statt Leistungssteigerung

Dass dabei auf die sonst übliche Leistungssteigerung seitens des Motors verzichtet wurde und eine aufwändig betriebene Gewichtsreduzierung an erste Stelle des Maßnahmenkatalogs rückte, ist der sportlichen Tochter des Renault-Konzerns hoch anzurechnen. Mit der bloßen Entfernung der hinteren Sitzbank war das Ziel, über zwei Zentner abzuspecken und damit auf ein Gewicht von rund 1.250 Kilogramm zu kommen, aber bei Weitem nicht erreicht. Extrem leichte Sportsitze, Kunststofffenster im rückwärtigen Bereich und Karosserieteile aus Karbonmaterial - siehe Fronthaube - halfen, auch unter Verzicht auf Radio, Klimaanlage und Beifahrer-Airbag, die fahrfertige Masse um insgesamt 123 Kilogramm zu erleichtern.

Das auf Basis des Mégane F1 aufgebaute Sondermodell mit dem bezeichnenden zusätzlichen R in der Typologie tritt so konditioniert mit einem Leistungsgewicht von nur noch 5,44 Kilogramm pro PS an (bisher 6,0 kg/PS). Neben Änderungen an den Feder/Dämpfer-Kennlinien sind es vor allem auch die Reifen, die das Spektrum der fahrdynamischen Möglichkeiten erweitern helfen. Im Verbund mit den entsprechend dürftig profilierten Toyo-Sportreifen in der Größe 235/40-18 ist nunmehr ein sportliches Paket geschnürt, das auf sympathische Weise weniger durch brachiale Showgrößen wie PS-Zahlen und Drehmoment-Gipfel vorstellig wird, sondern durch eine - sagen wir - technisch ausgewogene Eleganz.

Sperrdifferential leistet hervorragende Arbeit

Die Leichtigkeit des Seins, also der Wegfall von knapp zweieinhalb Zentnern Gewicht, ist schon auf den ersten Metern zu spüren. Die behänden Richtungswechsel sind nicht zuletzt das Ergebnis der segensreichen Wirkung der von GKN Driveline beigesteuerten Differenzialsperre, der in diesem starken Frontmotor-Umfeld eine ganz besondere Bedeutung zukommt.

Vom segensreichen Traktionsgewinn einmal abgesehen nimmt das mit maximal 33-prozentiger Sperrwirkung eingreifende Differenzial keinen negativen Einfluss auf das Fahrverhalten: Die Lenkung ist erstaunlicherweise fast vollständig frei von Antriebseinflüssen.

Das bekannt narrensichere Fahrverhalten des Mégane wurde beim R26R so in einer Weise zur Perfektion weiterentwickelt, dass die forsche Grenzbereich-Erkundung spontan zu einem Muss wird. Die Zeit der ersten Proberunde anlässlich der exklusiven Präsentation des Mégane R26R auf der Nürburgring-Nordschleife dürfte zumindest mal im Opel-Lager für größere Irritation sorgen. Dabei lag die vom Autor spontan gefahrene Zeit (8.24 Minuten) noch sieben Sekunden über jener Fabelrunde, die Renault Sport mit dem R26R realisiert haben will - 8.17 Minuten. So wird der Test endgültig Klarheit darüber schaffen, ob die Uhren der Franzosen doch etwas schneller gehen.

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