Roding, eine 11.500-Seelen-Gemeinde im bayerischen Wald. Der Gedanke rankt sich um Ackerbau und Viehzucht, bleibt an der lieblichen Landschaft hängen. Mit High Tech und Fahrzeugbau hat diese Idylle nichts zu tun - oder? Tatsächlich entstehen hier aber hochkomplexe Metallteile, auch für Formel 1-Teams. Und der Roding Roadster, eine polarisierende Fahrmaschine nach dem Vorbild des Lotus Super Seven.
Roding Roadster mit 250 PS starkem Fünfzylinder
Einen solchen fährt Stefan Kulzer, dessen Firma den Roding Roadster baut. Bei dem fungiert ein Chassis aus Kohlefaser als tragende Struktur. Hinter dem hochfesten Monocoque, quer vor der Hinterachse, sitzt die treibende Kraft: momentan ein rund 250 PS starker Fünfzylinder. In Zukunft und in Serie werden es jedoch über 300 PS sein, druckvoll angerichtet von einem sechszylindrigen Turbomotor.
Ihm wird ein leichtes Leben beschieden sein, weil der auf 23 Stück limitierte zweisitzige Roding Roadster nur 920 Kilogramm wiegen soll. Leichtmetall und eine aus Karbon gefertigte Karosserie machen’s möglich. Rennsporttechnik pur auch beim Fahrwerk. Stabilisatoren und Stoßdämpfer des Roding Roadster sind einstellbar, die doppelten Dreieckslenker aus dem Vollen gefräst.
Coupé und Roadster in einem
Ein technisch reizvoller Augenschmaus mit fahrdynamischer Nachhaltigkeit. Leichtfüßig, präzise und kurvengierig wuselt der Hecktriebler durch die hügelige Landschaft, verzögert ebenso giftig, wie er anschiebt. Dabei ringt der Roding Roadster seiner zweiköpfigen Besatzung keine nennenswerten Entbehrungen ab.
Wers noch authentischer will, schnippt die zwei Dachhälften aus der Verankerung und verstaut sie praktisch in der Fronthaube. Bei einem Preis von 155.000 Euro ist der vielversprechende Roding ab Ende 2011 dann nämlich Coupé und Roadster in einem.






