Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Ruf 3600 S

Porsche mit Nachschlag

Mehr Leistung, mehr Technik, mehr Fahrspaß: Alois Ruf züchtet aus dem Porsche Boxster den Ruf 3600 S mit 325 PS. Für mindestens 92.800 Euro ist der Frischluft-Sportler zu haben.

28.03.2003

Hartnäckig hält sich unter manchen Auto-Experten die Meinung, bei einem Cabrio käme es nicht auf Motorleistung und Straßenlage an, sondern allein auf die Abwesenheit des Dachs. Propheten dieser Lehre von Saft und Kraft durch Licht und Luft dürfen jetzt sofort weiter blättern. Sie ersparen sich damit jede Versuchung durch den Lock-Ruf der Wildnis. Sie werden nichts erfahren von diesem Cabrio, das beim Gasgeben auch die Zähne fletschen kann wie ein Leopard beim Beutesprung, und das einen allemal heißeren Sommer verspricht als ein offenes Auto, das unter Last nur leise lächelt. Für die Bergaufbremser im Land heißt es also weiterhin: kein Anschluss unter Ruf-Nummer 3600 S. Aber dann sind da ja noch die anderen. Die einerseits zwar schon wissen, dass zum Cabrio-Genuss nicht immer Tempo gehört, und dass ein automobiles Pärchen im Frühling auch im dritten Gang bei 1800/min sehr glücklich sein kann. Die es aber andererseits schätzen, wenn der Gasfuß bei Bedarf nicht ins Leere tritt, sondern mitten hinein in ein stramm gefülltes Reservoir an Pferdestärken. Für sie kommen die Reize des Ruf Boxsters mit 325 PS und einer gemeldeten Höchstgeschwindigkeit von 278 km/h gerade richtig. Schon die Ausgangslage macht Appetit auf ein viel versprechendes Menü aus Fahrtwind und Technik. Porsche versteht sich ja seit mehr als einem halben Jahrhundert ausgezeichnet auf den sportlichen Charme offener Zweisitzer. Also könnte man es dabei eigentlich belassen und sich beispielsweise mit einem Boxster aus der Serienfertigung belohnen. Man besitzt dann einen prächtigen Sportwagen – so wie rund 22‑000 weitere Boxster-Käufer im Jahr auch. Wen die Wettbewerbs-Gene und ein zusätzlicher Bonus in der Brieftasche aber weiter treiben, der landet fast zwangsläufig im bayerischen Pfaffenhausen nahe Memmingen. Dort legt die 60-köpfige Mannschaft von Alois Ruf noch einmal pflegende Hände an die rauchigsten sechs Zylinder seit Er-findung des Boxermotors.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden