Das Genre der allradgetriebenen Luxuskreuzer gilt nicht gerade als Hort ökologisch angehauchter Technik-Ideen. Hier zählt üppige Leistung mehr als die Schonung der Ressourcen. Selbst Dieselmotoren wuchern mit Drehmomentbrandungen statt Knauser-Appeal. Und wer es richtig gediegen mag, greift gleich zum klassischen V8-Benziner. Im Zuge fortschreitender Energie-Diskussion keimen Alternativen. Etwa der Hybrid-Antrieb wie im Lexus RX 400 h. Unter seinem Blech arbeitet ein 3,3-Liter-V6-Benziner, dem zwei Elektromotoren assistieren. Versprochen wird V8-Leistung zum Sechszylinder-Verbrauch – das gilt es zu überprüfen.
Der Mercedes ML 500 tritt mit einem V8-Benziner zum Vergleich an, der VW Touareg V10 TDI kommt mit dem starken und vermeintlich sparsamen Diesel. Bei den Fahrleistungsmessungen schenken sich die drei wenig. VW und Lexus wuchten sich in acht Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, der Mercedes schafft den Sprint gar in sieben Sekunden. Maximal erreichen der ML 500 240 km/h und der VW 225 km/h, während es der Lexus elektronisch begrenzt bei 200 km/h bewenden lässt. Wohl mit Rücksicht auf die komplexe Technik, die sich jedoch problemlos gibt.
So bewältigt der Lexus die ersten Meter bei niedriger Geschwindigkeit ohne Zuschaltung des Benziners. Erst wenn es zügiger vorangehen soll, klinkt sich der V6 ein. Bei stärkerer Beschleunigung wirken die Elektromotoren vorn und hinten dann wie eine Art drehmomentspendender Rückenwind. Gemeinsam entwickelt das Motoren-Trio 751 Newtonmeter, auch die Leistung steigt: theoretisch bis auf 446 PS. Da die Elektronik die Kraft jedoch nicht addiert, sondern ergänzend einsetzt, kommen maximal 272 PS zum Einsatz.




