Peter Johansson, im Hauptberuf Engineering-Spezialist bei Saab, ist einer jener zurückhaltenden Nordländer, die Emotionen für eine Zivilisationskrankheit halten. Spricht man den blonden jungen Mann aber auf den neuen Allradantrieb im 9-3 Aero XWD an, beginnt er - mit vollem Körpereinsatz gestikulierend - loszusprudeln wie ein heißblütiger Südländer. Denn niemand anderes als sein Großvater war Gründer der Firma Haldex, die mit Rallye-Equipment begann und schließlich den Allradantrieb via elektronisch geregelter Lamellenkupplung erfand, wie er zuerst bei Volkswagen zum Einsatz kam. Johansson ist froh, dass dieses System jetzt endlich bei Saab zum Einsatz kommt - und dies sogar in einer besonders innovativen Form.
Saab-Fans - und davon gibt es viel mehr, als man angesichts von nur 125.000 verkauften Einheiten im Jahr 2007 meinen sollte - können aufatmen: Ihre Marke lebt, atmet und wächst zu neuer Stärke. Ganz in der Tradition des unvergessenen 99 Turbo, der schon vor drei Jahrzehnten auf Kraft durch Aufladung setzte, prescht nun ein legitimer Nachfolger heran. Denn die Anbindung an General Motors sorgt nicht nur für Zugang zu den Ressourcen und ausgereifte Produkte, sondern auch für schnelle Technologie-Transfers. So kommt der im Herbst 2007 gründlich überarbeitete Saab 9-3 noch vor dem künftigen Opel Insignia in den Genuss eines Allradsystems, das in puncto Sicherheit und Fahrfreude einen großen Schritt markiert.
Allradsystem ab Herbst 2008 verfügbar
Saab bietet es ab dem Herbst für die Aero-Modelle von Limousine und Kombi - nicht aber für das Cabrio. Wer es gar nicht abwarten kann, erhält die gleiche Technik schon ab Frühjahr im rundum aufgewerteten Sondermodell Turbo X.
Saab 9-3 Aero XWD: Auf ein Fjord
Beim Turbomotor war Saab Vorreiter, aber beim Allradantrieb hinkt die Schweden-Marke hinterher. Die neue 4×4-Ausführung des 9-3 Aero samt 280-PS-Turbomotor soll jetzt verlorenen Boden wieder gutmachen.
Autor: Eberhard Kittler
Kann Saab mit dem neuen Allradantrieb punkten?



