In etwas mehr als einem Jahr will Saab den Verkauf von Elektroautos auf Basis des Saab 9-3 starten. Eine Batterieladung soll dann für 250 bis 300 Kilometer emmissionsfreien Fahrgenuss sorgen. Unsere Kollegen von auto motor und sport in Schweden haben den Elektro-Saab 9-3 (angepeilter Preis: 35.000 Euro) unter die Lupe genommen.
Die bislang problematische Steuerung der Leistungselektronik soll mit Hilfe des schwedischen Entwicklers Electro Engineering Company aus Uppsala gelöst worden sein. Grund genug, um dem Prototypen in einer Probefahrt auf den Zahn zu fühlen.

Der Saab 9-3 True Electric rückt die Maßstäbe für Elektro-Autos neu zurecht
Mit einem leisen Summen ziehen Elektro-Autos ihre Bahn, sagt man: ohne Abgase, ohne Emotionen und ohne eine echte Chance auf Realisierung. Doch die erste Fahrt im Saab 9-3 True Electric ist anders, rückt die Maßstäbe neu zurecht.
Die beiden ohne ein Getriebe direkt an die Antriebswellen angeflanschten E-Motoren mit jeweils 120 kW lassen den typischen Nähmaschinensound vermissen, klingen eher nach dem mechanischen Treiben in einem Verbrennungsmotor. Trotz der akustischen Annäherung an konventionelle Antriebe hat die Elektrotechnologie im Saab 9-3 gefühlsmäßig einen gewaltigen Schritt nach vorn gemacht, zumindest im Vergleich zu früher gefahrenen E-Modellen.
Die genialen Ideen für den Technologiesprung stammen dabei von Thomas Bergfjord und seinem kleinen Unternehmen in Uppsala. Der Unternehmer und Elektronikspezialist ist schon seit Jahren Feuer und Flamme für die Idee vom Elektroauto, allerdings sieht er dessen Realisierung erst seit etwa einem Jahr wirklich greifbar. Entscheidend für den Erfolg von E-Autos sind deren Batterien und die dazugehörige Leistungssteuerung.
Entscheidender Schritt in der Batterietechnik
Bislang konnte die Kapazität einer Batterie nur zu 80 Prozent genutzt werden. "Das ist wie wenn man immer zehn Liter im Tank zurückbehalten müsste", erklärt Bergfjord. Zudem diktiert immer die schwächste Zelle die Leistung und den maximalen Ladezustand in einem Akkupack. Batteriehersteller versuchen daher mit viel Zeitaufwand, gleichwertige Zellen zu einem Paket zu bündeln. Und wenn dann nur eine Zelle ausfällt, muss der ganze Batteriepack getauscht werden. Eine aufwändige und vor allem teure Angelegenheit. Bergfjord hingegen will mit seinem Unternehmen alle diese Probleme gelöst haben. Allein zwölf Patente haben die Schweden dazu angemeldet.
Mit seiner Technologie sollen starke Zellen ihre Energie an schwächere abgegeben können und so insgesamt zu einer höheren Ladungsaufnahme und einer höheren Leistung des Batteriepacks beitragen. Damit sollen die Reichweiten größer und die Batterien billiger werden. Der größte Vorteil liegt laut Bergfjord aber darin, dass defekte Zellen künftig einzeln ausgetauscht werden können und nicht die ganze Batterie entsorgt werden muss.
Der Fahrer spürt von der Technik nichts und genießt die enorme Kraft
Hinter dem Steuer des Saab 9-3 True Electric ist von all dieser Technik wenig zu spüren. Man genießt die Stille und erfreut sich am bereits ab dem Stand verfügbaren Drehmoment von 2.400 Nm, das für mächtigen, aber gleichmäßigen Vortrieb sorgen, ohne den Fahrer mit bösen Leistungsspitzen zu überraschen. Mit einem auf 250 bis 300 Kilometer Reichweite ausgelegten Batteriepack entspricht auch die Gewichtsverteilung des Saab 9-3 True Electric dem konventionellen Modell. Die Konfiguration mit zwei E-Motoren erfreut auch die Techniker, die die Antriebskräfte damit variabel verteilen und damit auf alle Anforderungen reagieren können.
Autor: Alrik Söderlind
@Sven2: Ja, Du hast Recht! Die Übersetzung habe ich vernachlässigt, bzw. habe ich übersehen, dass der Saab ohne Getriebe auskommen soll. Mit der entsprechenden Regelelektronik kann man damit dann sicherlich auch fahren.
Zur Energiegewinnung kann ich nur sagen, dass es totaler Schwachsinn ist, von Umweltbewusstsein zu sprechen, solange der Strom aus konventioneller Herstellung stammt. Worin besteht denn bitte der Unterschied, zwischen Kohle und Öl? Reine Solar- oder Windkraftenergiegewinnung gibt es leider noch nicht (genug). Insofern verstehe ich den Hype für "Ökoautos" auch nicht!
@ Sportfahre666:
Dir ist entgangen, dass konventionelle PKW zwischen Motor und Rad Getriebe und Achsen haben. Die folgende kleine Rechnung bezieht sich auf einen Sportwagen welcher auf die Bezeichnung VW Polo 1,2 TSi hört:
Motor: 175 Nm max.
Übersetzung 1. Gang: 3,62
Übersetzung Achse: 3,93
Damit liegt an der Vorderachse ein Drehmoment von 175*3,62*3,93=2495 Nm an.
Hat ein Polo 1,2 TSi Traktionsprobleme?
@Sportfahrer666:
Woher die Energie zur Produktion solcher umweltbewussten Antriebe stammen soll?
Man kann ja die Energie nehmen, die bisher zur Produktion umweltschädlicher Antriebe verwendet wurde.
@Sportfahrer666:
Woher die Energie zur Produktion solcher umweltbewussten Antriebe stammen soll?
Man kann ja die Energie nehmen, die bisher zur Produktion umweltschädlicher Antriebe verwendet wurde.
Das ist ja lustig hier, Fachidioten unter sich! Ein Auto ist nicht nur ein Transportmittel, sondern auch ein emotionaler Teil des Lebens. Wer soll denn bitte 2400NM auf die Vorderräder übertragen können? Vielleicht sollten hier einige Menschen lieber weiter mit einem E-Fahrrad durch die Gegend fahren und über Autos philosophieren, wenn der Flux-Kompensator erfunden wurde! Ich kann diesen Öko-Dreck wirklich nicht mehr lesen und verstehe auch nicht, warum manche Menschen so dumm sind, daran zu glauben. Woher stammt denn die Energie für die Produktion solcher "umweltbewussten" Antriebe?
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