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Saab 9-3

Tradition verdichtet

Turbo-Power, Sicherheit satt und eine Prise skandinavischer Individualismus – mit dem neuen 9-3 lässt die GM-Tochter Saab die Erfolgsattribute der Vergangenheit aufleben. Erster Fahrbericht.

10.07.2002

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Ab dem 7. September steht der neuentwickelte 9-3 der GM-Tochter Saab beim Händler. Mit seiner ”coupéähnlichen Silhouette und keilförmiger Linienführung” (Saab) sowie den kurzen Überhängen zitiert der Neue die Dynamik der sportliche Mittelklasse à la BMW 3er, Audi A4 oder Alfa 156. Zwar blieb die Gesamtlänge von 4,63 Meter nahezu unverändert, der auf 2,68 Meter gewachsene Radstand (plus sieben Zentimeter) ließ jedoch das Innenraumangebot – vor allem hinten – spürbar wachsen.

Viel Energie haben die Schweden auch in die Entwicklung des Fahrwerks gesteckt. Ergebnis: Reaktionen auf Fahrbefehle sind beim 9-3 auf einem hohen Niveau angesiedelt, auch wenn die Lenkung für sportliche Fahrer zu leichtgängig geraten ist. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt, aber nicht unkomfortabel.

Ein Benzinmotor, drei Leistungsstufen, ein Diesel

Eine Bekenntnis zur Firmentradition ist der ebenfalls neuentwickelte Aluminium-Benzinmotor, per Turbolader unter Druck gesetzt und mit zwei Ausgleichswellen versehen. Den Zweiliter-Vierzylinder gibt es in drei Leistungsstufen – dem variierenden Ladedruck sei Dank: als 1.8 t mit 110 kW (150 PS), als 2.0 t mit 129 kW (175 PS) und als 2.0t Aero mit 155 kW (210 PS); der 2,2-Liter-Turbodiesel-Direkteinspritzer kommt auf eine Leistung von 92 kW (125 PS). Als Kraftübertragung stehen Fünf- und Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine Fünfgang-Automatik mit optionalen Schaltwippen am Lenkrad zur Verfügung. Die für erste Erkundungsfahrten zur Verfügung gestellten Varianten mit 175 und 210 PS bieten eine völlig unspektakuläre Leistungsentfaltung – der Bumms eines 900 turbo gehört der Vergangenheit an. Vorteil: Der Verbrauch hält sich bei schwedisch gelassenem Dahinrollen in Grenzen: zwischen knapp acht und zehn Liter verlangte der 175-PS Turbo auf dem 300-Kilometer-Test-Törn.

Cabrio, Kombi und SUV-Varianten folgen

Mit der Wiederentdeckung der markentypischen Individualität hofft Saab im Segment der kompakten Sportlimousinen durchzustarten. Zur kompletten Serienausstattung gehören unter anderem sechs Airbags, ESP, Bremsassistent sowie eine Zwei-Zonen-Klimaanlage. Die Preise für die Einstiegsversionen mit 150 PS (beziehungsweise 125 PS beim 2.2 Diesel) liegen bei 25.150 Euro, das Spitzenmodell Aero kostet 32.100 Euro. Saab wird den neuen 9-3 in den Ausstattungslinien Linear, Arc und Vector und als Top-Variante Aero (ab Januar 2003) vermarkten. Dann wird die GM-Tochter auch als erster Hersteller Bluetooth-Technik (drahtlose Kommunikation) innerhalb des Autos anbieten.

Eine ganze Modellfamile mit unterschiedlichen Varianten soll sukzessive folgen: das Cabrio 2003, der Kombi 2004 und eine Crossover-SUV-Variante mit Anleihen bei der Konzept-Studie 9X spätestens Jahr 2005.

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