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Schon gefahren: Neuer Skoda Superb

Im ersten Halbjahr 2008 kommt der Nachfolger des Skoda Superb auf den Markt, der noch mehr auf pfiffige Detaillösungen setzt. Er soll kräftig im Revier der Etablierten wildern. Erster Fahrbericht.

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Foto: Skoda

Stufenhecklimousinen gelten als aussterbende Gattung - es sei denn, sie tragen einen Stern, einen Propeller oder vier Ringe am Kühler.

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Darum hat Skoda den Nachfolger des aktuellen Superb deutlich anders gestaltet, er erinnert fast ein bisschen an den verflossenen Ford Scorpio. Eine geräumige, aber flüssig und locker gezeichnete Karosserie spannt sich über den langen Radstand von rund 2,70 Meter, das Auto ist etwas breiter als der noch aktuelle Superb. Und innen ist Platz in Hülle und Fülle - vor allem im Fond. Die Form läuft in einem kurzen Stufenheck aus. Zugang zum Kofferraum gibt es zum einen über einen konventionellen kurzen Heckdeckel, der gleichermaßen Bestandteil einer großen, am Dach angeschlagenen Klappe ist, die bei Bedarf komplett aufschwingt. 

Interieur großzügig und wertig

Das Ladeabteil selbst ist vielfach untergliederbar und ermöglicht den Transport von bis zu etwa 500 Liter Ladegut - mehr als bisher im Superb.

Technische Basis des Autos ist indes nicht etwa der VW Passat, wie vielfach im Vorfeld gemutmaßt, sondern der Golf respektive der Skoda Octavia. Dafür wurde die aktualisierte Plattform PQ 35, die als Erstes für den neuen Golf (ab Oktober 2008) zur Verfügung steht, in Radstand und Spurweite vergrößert. Es bleibt natürlich bei quer installierten Motoren und Getrieben - wobei es sich vor allem um Vierzylinder aus dem Konzernbaukasten handelt. Die Benziner (Marktantritt mit 1.4 TSI, 1.8 TSI) kommen sowohl mit Saugrohr- als auch mit Direkteinspritzung, zum Teil sind sie aufgeladen. Die Diesel verfügen ausschließlich über die neue Common-Rail-Technik, nur die Einstiegsversion ist ein 1.9 TDI mit Pumpedüse-Technik. Spitzenmotorisierung ist der VR6 mit 3,6 Liter Hubraum, ein Sechszylinder-Diesel passt nicht in den Bauraum. Dazu gibt es Fünf- und Sechs-Gangschaltgetriebe sowie optional DSG.

Das Interieur wirkt ausgesprochen großzügig und wertig, das Lenkrad ist in zwei Richtungen justierbar und der Instrumententräger ist übersichtlich bestückt und haptisch ansprechend. Überall ist die Liebe zum Detail spürbar - bis hin zu den zahlreichen Ablagen. Das Navi-System stammt vom Tiguan, auch hier ist das Display hoch positioniert. Anders als Passat und Golf findet sich im Superb eine mechanisch betätigte Handbremse. Vor allem hinten bietet sich verschwenderisch viel Innenraum, Kopf- und vor allem Kniefreiheit liegen über dem der Wettbewerber.

Komfortables Fahrwerk


Als technischen Gag gibt es für den Superb ein adaptives Frontlichtsystem, das geschwindigkeitsabhängig die Lichtverteilung der Xenonlampen ändert. Das Fahrwerk ist betont komfortabel ausgelegt, was eine deutliche Seitenneigung mit sich bringt. Schnelle Kurven lassen sich allerdings problemlos meistern. Die elektrisch unterstützte Servolenkung arbeitet erfreulich direkt und zielgenau. Nur am Abrollverhalten muss noch gearbeitet werden - wir fuhren ein Vorserienmodell des im März 2008 in Genf erwarteten Autos.

Das Auto wird zusammen mit dem künftigen Yeti in Kvasiny gebaut, rund 40.000 Einheiten pro Jahr sind geplant. Die Preise für den Neuen sollen auf dem Niveau des heutigen Modells liegen.

Autor: Eberhard Kittler
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