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Seat Exeo ST im Fahrbericht

Mittelklasse-Kombi mit Turbo-Herz

Seat Exeo ST, Kombi Foto: Seat 21 Bilder

Der Seat Exeo wird mit zwei aufgeladenen Benzin-Direkteinspritzern aus dem VW-Regal aufgewertet. Wir baten die beiden 160 und 211 PS starken Exeo-Modelle zur ersten Ausfahrt im Fahrbericht.

15.09.2010 Werner Schruf

Der Seat Mittelklasse-Baureihe Exeo, die aus Limousine und Kombi (ST) besteht, sollen neue Top-Motorisierungen dynamischen Schwung verleihen. Sowohl der 1,8-Liter mit 160 als auch der Zweiliter des Seat Exeo mit 211 PS, welche zum Fahrbericht angetreten sind, stammen aus dem Regal der Seat-Mutter VW.

Seat setzt beim Exeo auf Downsizing

Beide im Seat Exeo längs eingebauten Triebwerke vertreten die aktuelle Downsizing-Philosophie – Turboaufladung ersetzt Hubraum. Sie spritzen das Lebenselixier Benzin direkt in die Brennräume, sind Euro 5-fit und zur Optimierung der Laufruhe mit zwei gegenläufig rotierenden Ausgleichswellen bestückt.

Der stärkere Motor  im Fahrbericht verfügt nicht nur über variable Steuerzeiten der Einlassventile wie sein kleinerer Bruder, sondern zudem über einen veränderbaren Hub der Auslassventile. Das fördert die Leistungsbereitschaft bei hohen Drehzahlen.

Seat Exeo 1.8 TSI kennt kein Turboloch

Das Resultat der Aufladung ist in beiden Fällen ein optisch beeindruckendes Hochplateau in der Drehmomentkurve mit 250 respektive 320 Newtonmetern. Es reicht von 1.500 bis rund 4.500 Touren und prägt die Leistungscharakteristik nachhaltig. Mit smartem, aber nachdrücklichem Antritt und gleichmäßiger Kraftentfaltung schon bei niedrigen Drehzahlen weckt der 1,8-Liter-Motor des Seat Exeo im Fahrbericht Begeisterung. Er kennt kein Turboloch, reagiert spontan auf Gaspedalbewegungen, dreht leichtfüßig und vermittelt so das Gefühl souveräner Motorisierung. Akustisch bleibt er stets im Hintergrund, zudem läuft er sehr vibrationsarm.

Zweiliter-TSI stürmt erst nach kurzer Verzögerung vehement los

Nicht ganz so harmonisch agiert der größere, 51 PS stärkere Bruder im Fahrbericht: Nach leichter Verzögerung stürmt er vehement los und zeigt unmissverständlich seine Turbocharakteristik. Vorbildlich sein Drehvermögen und die Leistungsfreude bei hohen Touren. Seinem sportlichen Habitus angemessen ist der rauere Lauf und die kernigere Geräuschentwicklung. Obgleich der ebenfalls mit einem exakten Sechsganggetriebe gekoppelte Zweiliter im Seat Exeo im Fahrbericht deutlich bessere Fahrleistungen liefert als sein Bruder, verbraucht er nach ECE-Norm mit 6,9 L/100 km knapp einen halben Liter weniger Benzin.

Die neuen Motoren – ab September kommt noch ein 1.8 TSI mit 120 PS für Einsteiger dazu – frischen den Seat Exeo im Fahrbericht alias Audi A4 vorige Generation kräftig auf. Denn in Verarbeitungsqualität, Materialanmutung, Ergonomie, Bedienung, Federungskomfort und Fahreigenschaften ist er ein unverändert solides Auto. Allein sein Raumangebot entspricht nicht mehr dem aktuellen Klassenstandard. Dieses Handikap machen günstige Preise aber locker wett.

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