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Seat IBE im Fahrbericht

So fährt die Seat-Designstudie mit E-Antrieb

Seat IBE Foto: Seat 18 Bilder

Das Konzeptcar IBE entführt in die Seat-Welt von übermorgen - ein Ausblick auf die geplante Elektromobilität und das künftige Design. Unterwegs mit der Designstudie.

22.11.2010 Werner Schruf Powered by

Der Kunstname Seat IBE ist Programm, er darf wie folgt interpretiert werden: Die ersten beiden Buchstaben stehen für die Halbinsel Iberia, das E bedeutet Elektromobilität. Unter der Führung von Seat treiben die besten Technikkonzerne und Universitäten Spaniens das vom Staat unterstützte Projekt Verde mit dem Ziel voran, Technologien und Infrastruktur für das Elektroauto zu entwickeln.

Seat IBE mit 102 PS starkem E-Motor

Folglich verfügt das Unikat Seat IBE über einen vollelektrischen Antrieb, der lokal emissionsfreies Fahren ermöglicht. Sein 75 Kilowatt (102 PS) starker E-Motor von Siemens kauert zusammen mit der Leistungselektronik unter der extrem flachen Fronthaube. Als Stromspeicher kommt ein 250 Kilogramm schwerer Lithium-Ionen-Akku zum Einsatz, der zwischen den einzeln aufgehängten Hinterrädern unterhalb des Kofferraumbodens Platz findet.

Dessen Kapazität beträgt 18 Kilowattstunden, was dem Seat IBE eine Reichweite von rund 130 Kilometern garantieren soll. Getankt wird an der Steckdose, wobei derzeit fünf Stunden benötigt werden, um die Batterie auf etwa 80 Prozent zu laden. Damit sollten die Anforderungen zahlreicher privater Nutzer in urbanen Bereichen ausreichend abgedeckt sein.

Bis die Technik des IBE in Serie geht, vergehen noch viele Jahre

Der Umgang mit dem Seat IBE erfordert außer einer gewissen Gelenkigkeit beim Einsteigen keine besonderen Talente, aber ein wenig Gewöhnung. So überrascht sein ungestümes Lospreschen aus dem Stand, wenn beim Tritt aufs Fahrpedal 200 Newtonmeter ansatzlos über die Vorderräder herfallen. Da kommen keine Zweifel an der Werksangabe auf, die für den Spurt von null auf 100 km/h 9,7 Sekunden verspricht. Ein sanft agierender Gasfuß hilft, den kraftvollen, kontinuierlichen Schub des E-Motors sinnvoll einzusetzen. Dabei nervt die Antriebsquelle mit lauten, metallisch-schabenden Geräuschen, die aber keinerlei Rückschlüsse über ihr aktuelles Treiben liefern.

Kompakte Abmessungen, intelligente Karosserie-Mischbauweise mit Stahl, Aluminium und Kunststoffen sowie konsequente Reduktion von Teilen im Cockpit drücken das Gewicht des 3,83 Meter langen, 2+2-sitzigen Sportcoupés auf moderate 1.100 Kilogramm. Bis ein Seat mit IBE-Technik vom Band rollt, vergehen noch viele Jahre. Nächster geplanter E-Schritt für 2014: der Seat León Twin Drive als Hybrid mit Plugin-System.

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