Skoda Superb Combi Fahrbericht: Großer Kombi zum kleinen Preis

Skoda Superb Combi

Die Kombi-Variante des Skoda Superb kommt spät, heizt der Konkurrenz aber mit viel Raum zu einem günstigen Preis mächtig ein.

Nach und nach schließt Skoda die Lücken in der Modell-Palette. Nach dem Kompakt-SUV Yeti soll nun der Superb Combi neue Kunden erobern. Die Erfolgsaussichten dafür sind gut: Schließlich werden im Mittelklasse-Segment in vielen Ländern mehr Kombis als Limousinen verkauft, und Skoda blieb auch bei der Entwicklung des Skoda Superb Combi seiner Maxime treu, hohe Funktionalität und Qualität zu einem günstigen Kurs anzubieten.

Der Skoda Superb Combi ist günstiger als die Konkurrenz

Das neue Flaggschiff der Tschechen steht im Januar zum Einstiegspreis von nur 23.950 Euro bei den Händlern. Dafür gibt es die Basismotorisierung, den 1,4 Liter kleinen Turbo-Benziner mit 125 PS. Eine echte Kampfansage. Schließlich lieg der Superb Combi 50 Euro unter einem vergleichbar motorisierten Ford Mondeo Turnier. Für einen Opel Insignia Sports Tourer werden gut 300 Euro mehr fällig, und bei Toyota kostet der Avensis Combi ab 23.700 Euro. Der Skoda bietet aber mit einem Kofferraumvolumen von 633 bis 1.865 Liter mehr Platz für Gepäck und Fondpassagiere als die Konkurrenten. Nur die Mercedes E-Klasse (die Mercedes E-Klasse im Fahrbericht ) fasst ein paar Einkaufstüten mehr, dafür muss man aber fast 20.000 Euro extra berappen.

Die neue Fahrwerksabstimmung macht den Skoda Superb komfortabler

Der Skoda Superb Combi punktet zudem mit dem solide verarbeiteten Cockpit, das bis auf wenige Ausnahmen mit hochwertig anmutenden Materialien aufwartet. Das zum Stuckern neigende Fahrwerk - bei der Limousine in Tests oft bemängelt - wurde von den Ingenieuren gründlich überarbeitet. Der Skoda Superb Combi bekam eine neue Abstimmung die mehr auf Komfort ausgelegt ist, aber trotzdem eine für diese Fahrzeugklasse hohe Fahrdynamik zulässt. Die präzise Lenkung vermittelt dabei einen guten Fahrbahnkontakt - ein gelungener Kompromiss, auf den auch die Limousine im laufenden Produktionsprozess umgestellt wird.

Optional gibt es ein Panorama-Glasdach für den Skoda Superb Combi

Neben praktischen Detaillösungen wie zahlreichen Haken zur Fixierung von Taschen, einem kleinen zusätzlichen Staufach im Kofferraum und der integrierten Taschenlampe lässt sich auch der Kofferraum variabel vergrößern. Dazu werden die Sitzflächen senkrecht hochgeklappt, so dass die geteilte Rückbank zu einer nahezu ebenen Fläche umgelegt werden kann. Die Kopfstützen müssen dabei nicht herausgenommen werden. Mit dem Superb Combi (der Skoda Superb Combi auf der IAA ) führt Skoda bislang nur von Audi und VW im Konzern angebotene Extras ein. In der Aufpreisliste findet sich auch ein Panorama-Glasdach, das sich ebenso elektrisch öffnen lässt wie die Heckklappe.

Ab Sommer 2010 gibt es eine Greenline-Spritsparversion

Zum Verkaufsstart stehen zehn Motor- und Getriebekombinationen zur Auswahl. Neben dem 1.4 TSI gibt es den 1.8 TSI zudem mit Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Als Handschalter kann er auch in Kombination mit Allradantrieb bestellt werden. Nach oben rundet ein 3,6-Liter-Sechszylinder mit Allrad und Sechsgang-DSG die Benziner-Motorenpalette ab. Der Zweiliter-Turbodiesel lässt sich in zwei Leistungstufen ebenfalls mit DSG oder Allrad bestellen. Im Sommer 2010 reicht Skoda noch den 1,6-Liter-Common-Rail-Diesel nach. Dann wird es eine Greenline-Spritsparversion geben. Die Produkt-Familie der kleinen VW-Tochter wächst also beständig.

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Jens Katemann

Autor:

auto motor und sport, Heft 23 / 2009

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