Skoda Superb im Fahrbericht: Passat-Bruder mit neuem Diesel

Skoda Superb

Der Skoda Superb TDI soll dank des neuen Common-Rail-Diesel mit mehr Laufruhe und weniger Durst glänzen. Ob der tschechischen Mittelklasse-Limousine das gelingt, zeigt der Fahrbericht mit dem 140 PS starken 2.0 TDI.

Bäriges Drehmoment und niedrige Verbrauchswerte: Das waren in der Vergangenheit die großen Vorzüge des 140 PS starken Zweiliter-Diesels im Skoda Superb. Laufkultur und Geräuschentwicklung? Nun ja, man kann eben nicht alles haben.

Vorbildliche Laufruhe

So hätte es weitergehen können mit den Pumpe-Düse-Triebwerken im Skoda Superb, wenn die Euro 5-Norm den VW-Konzern nicht zum Wechsel auf Common-Rail-Technik genötigt hätte. Bei Hubraum und Leistung blieb zwar alles beim Alten, doch die Papierwerte trügen. Wer den Vierzylinder des Skoda Superb startet, ist versucht, noch einmal zu checken, ob da wirklich ein Selbstzünder unter der Haube arbeitet. Rau, aufdringlich und unkultiviert? Das war einmal.

Der Common-Rail-Motor des Skoda Superb ist ein Vorbild an Laufruhe und entfaltet seine Kraft sehr gleichmäßig. Außerdem erfüllt er nun die Anforderungen der Euro 5-Abgasnorm und wurde noch einmal deutlich sparsamer. Mit 5,4 Liter/100 km verspricht Skoda einen halben Liter weniger Verbrauch als beim Vorgänger, im Mittel genehmigte sich der Skoda Superb im Fahrbericht dann allerdings 6,9 Liter/100 km. Zum Vergleich: Der Vorgänger schluckte noch knapp einen Liter mehr. Alles eitel Sonnenschein also?

Nachholbedarf in Sachen Komfort

Nur bedingt, denn Nachholbedarf besteht bei der reichlich straffen Fahrwerksabstimmung des Skoda Superb. Kurz aufeinander folgende Bodenwellen quittiert der Superb mit Stuckern. Ein wenig mehr Komfort könnte da nicht schaden, zumal das Raumangebot mehr als großzügig ausfällt. Speziell die geradezu üppige Beinfreiheit im Fond zeigt, warum der Skoda Superb in seinem Heimatland sogar als Staatslimousine eingesetzt wird. Und selbst normale Familienväter freuen sich, dass die Kids nun nicht mehr mit ihren schmutzigen Schuhen an die Lehnen reichen.

Auch beim Ladevolumen gehört der Skoda Superb zu den ganz Großen in der Mittelklasse, die dem beliebteren Combi (633 bis 1.865 Liter) mit 565 bis 1.670 Liter kaum nachsteht und den 1.000 Euro teureren Opel Insignia Sports Tourer (540 bis 1.530 Liter) klar übertrifft. Beim Einladen sammelt die Limousine dank der zweigeteilten Heckklappe einen weiteren Pluspunkt. Im Normalfall öffnet man den kleineren Teil wie bei einer herkömmlichen Limousine. Für Größeres lässt sich im Stil eines Fließheckmodells auch die Scheibe des Skoda Superb mitöffnen. 

Fazit

Mit dem neuen Common-Rail-Diesel ist der Passat-Bruder Skoda Superb noch ein bisschen attraktiver geworden.

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René Olma

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