Smart Fortwo 1.0 gegen Fortwo CDI
Zwergrennen
Diesel oder Benziner: Wann rechnet sich welcher? Wie viele Kilometer muss man mit dem in der Anschaffung meist teureren, aber verbrauchsgünstigeren Diesel fahren, um zu sparen, und für wen lohnt sich eher der Benziner? Am Beispiel des Smart Fortwo beantwortet auto motor und sport die Preisfrage.
Der Schein trügt: Im Alltag fährt der träge Diesel (links im Bild) dem Benziner hinterher
Im Jahr 2008 werden weltweit erstmals mehr Menschen in Städten als auf dem Land wohnen. Tendenz weiter steigend. Gute Voraussetzungen für den jüngst renovierten Smart Fortwo , der mit knapp 2,70 Meter Länge im abendlichen Kampf um die letzte Parklücke keine natürlichen Feinde hat.
Zwei Personen sind im Smart-Innenraum gut untergebracht. Sie nehmen auf straff gepolsterten, aber bequemen Sitzen Platz und erfreuen sich an der hohen Sitzposition, die der Übersichtlichkeit zugute kommt.

Umwelt · Verbrauch · Smart · Fortwo · Fortwo CDI · Doppeltest · Diesel · Benziner
Unruhe kommt erst beim Fahren auf, woran das automatisierte Fünfganggetriebe - Teil des Smart-Konzeptes - großen Anteil hat. Die Anfahr-Verzögerung nervt ebenso wie die langen Schaltpausen. Außerdem informieren der kurze Radstand und die straffe Federung gründlicher über den Fahrbahnzustand, als den Passagieren lieb ist. Da der Zwerg nicht sauber geradeaus läuft und sich von Windböen durchschütteln lässt, geht dem Fahrer die Arbeit am Lenkrad nie aus. Unsicher fühlt er sich aber nicht, auch weil das früh eingreifende ESP jedwedes Kurvenräubern unterbindet.
Überholspur wird zum Feindesland
Unsicher können Smart-Käufer allerdings bei der Frage Benziner oder Diesel werden. Der 45 PS starke CDI lockt mit einem Verbrauchsversprechen von konkurrenzlosen 3,3 Litern auf 100 Kilometer. Allerdings fühlt sich der Diesel, der in Basisausstattung 11.200 Euro kostet, in allen Lebenslagen lahm und zäh an. Nur mit Mühe schafft er 120 km/h, und geht es bergauf, wird die Überholspur endgültig zum Feindesland.
Tüchtige Kaltstart-Vibrationen kosten weitere Komfort-Punkte. Eine Sänfte ist auch der Benziner mit 71 PS nicht, der bereits ab 9.990 Euro zu haben ist. In den kernigen Arbeitsgeräuschen der Einliter-Maschine schwingt eine sympathische, sportliche Note mit. Zudem fährt er dem Diesel derart um die Ohren, wie es die Papierform nicht erwarten lässt. Beim Sprint auf Tempo 100 nimmt er dem CDI über sieben Sekunden ab. Auch vom Drehmoment-Plus (110 zu 92 Nm), sonst Domäne eines Turbo-Diesels, ist nichts zu spüren. Bevor er in die Puschen kommt, ist der drehfreudige Benziner über alle Berge.
Beide enttäuschen beim Verbrauch
Beim Verbrauch enttäuschen beide. Aus den versprochenen 3,3 Litern beim Selbstzünder werden in der Praxis fünf, der Benziner genehmigt sich sogar sieben Liter. Der Diesel rechnet sich damit schon ab 9.000 km pro Jahr. Wer nicht viel drüber liegt, fährt mit dem Benziner aber deutlich besser.
| Basisdaten | ||
|---|---|---|
| Grundpreis | 10.150 Euro | 11.360 Euro |
| Motorbauart | Reihenmotor | Reihenmotor |
| Zylinderzahl | 3 | 3 |
| Hubraum | 999 cm³ | 799 cm³ |
| Leistung | 71 PS (52 kW) bei 5800 U/min | 45 PS (33 kW) bei 3800 U/min |
| max. Drehmoment | 92 Nm bei 4500 U/min | 110 Nm bei 1800 U/min |
| Schadstoffeinstufung | Euro 4 | Euro 4 |
| CO2-Ausstoß | 112 g/km | 88 g/km |
| Schaltung | automatisch | automatisch |
| Gänge | 5 | 5 |
Hallo, seit Dezember 2008 fahren wir einen neuen Smart for two 1,0 l turbo mit 86 PS. Wir entschieden uns für diesen Wagen, da meine Frau täglich zur Haupverkehrszeit in die Innenstadt zur Arbeit muss. Da der Weg dahin auch ca. 30km beträgt und ebenso Autobahn und Schnellstraße beinhaltet, kamen wir an der o.g. Motorisierung nicht "vorbei". Der SMART ist dank der 86 Pferde sehr spritzig und zugleich verbrauchsarm (zumindest verhältnismäßig). Wir bewegen das Fahrzeug im Schnitt mit 6l/100km - Stau, Autobahnauffahrten und zügiges Verkehrsschlängeln inbegriffen. Der Diesel, welche eigentlich unsere erste Überlegung war, ist einfach zu schwach-brüstig. Auf der Autobahn erreicht er mit genügend Anlauf zwar die 150km/h-Marke - aber bei welchem Geräuschpegel!!! Auch "von der Ampel weg" fehlt es ihm einfach an Leistung, was zu einem ständigen hin-und-herschalten der Automatik führt - im Handschalt-Modus das Gleiche.
Wir haben jedenfalls unsere Kaufentscheidung (86 PS turbo) nicht beräut!!!
sport auto 04/2010
Top-Themen: Das lesen Sie im neuen HeftPorsche Turbo Cabriolet
Time Attack im 911er auf Asphalt und SchneeMcLaren MP4-12C
Neuer Straßen-Renner vom Formel 1-RennstallMercedes-Benz Museum
Supersportler mit Stern - von SSK bis SLSMercedes-Benz Museum
Mit Mika Häkkinen zur Kleinen TierschauTechno Classica 2010
Drei aus 25 - der Stromlinien-Volvo PV36Dacia Duster Kaufberatung
Welcher Dacia Duster passt zu Ihnen?Sparsamer Antrieb im Nissan Murano
Neuer Diesel für das große Nissan-SUVMitsubishi L200
Pickup in der Verlängerung
























































