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Sportwagen Reportage

Sport-Check

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Die Enthüllung der Corvette ZR1 war nur der Startschuss für das Sportwagenjahr 2008. Auch andere namhafte Marken und Kleinserien stehen mit Überraschungen in den Startlöchern. Wir geben einen exklusiven Ausblick.

06.03.2008 Jochen Übler Powered by

Warum in die Ferne blicken, wenn das Gute liegt so nah? 2008 zeichnet sich nämlich als überaus interessantes Sportwagenjahr ab. General Motors macht mit der Corvette den Auftakt. Nicht nur, dass die zum neuen Modelljahr leicht modifizierte C6 mit mehr Hubraum und Leistung (430 PS) ins Rennen geht. Ab Sommer steht nämlich der US-amerikanische Überflieger am Start - die ZR1. Für europäische Verhältnisse amüsant, basiert der bislang stärkste General Motors- Treibsatz auf dem sogenannten Small-Block-Aluminium-V8 der herkömmlichen Corvette mit 6,2 Liter Hubraum.

Leistung der ZR1 liegt bei 620 PS

Für die Konkurrenten vom Schlage eines Ferrari 599 oder Porsche 911 GT2 weniger lustig dürfte die Leistung der ZR1 sein. Denn der wuchtige Zweiventiler verfügt über neu gestaltete Zylinderköpfe und wird zudem mittels eines Eaton-Kompressors zwangsbeatmet. Unter einem maximalen Ladedruck von 0,7 bar mobilisiert der mit 9,1:1 verdichtete Achtzylinder 620 PS bei 6.500 Touren. Das maximale Drehmoment von 823 Newtonmeter fällt bei 4.000 Umdrehungen über das manuelle Sechsganggetriebe her. Dieses ist zwar mit der Schaltbox aus der Z06 artverwandt, verfügt jedoch über eine Zweischeiben-Kupplung. Zudem wird die Höchstgeschwindigkeit von über 320 km/h nicht wie bislang üblich im fünften, sondern im sechsten Gang erreicht.

Auch die weiteren Goodies der auf dem Aluminium-Chassis der Z06 basierenden und lediglich 1.520 Kilogramm schweren ZR1 lassen auf eine überzeugende Rennstreckentauglichkeit schließen. Das Fahrwerk verfügt über vom Innenraum anwählbare Abstimmungsmodi, die Bremsanlage beeindruckt mit üppig dimensionierten Carbon-Keramik-Scheiben. Um das Leistungsgewicht auf unter 2,5 Kilogramm pro PS zu drücken, bestehen auch einige Karosserie-Komponenten aus Kohlefaser - wie beispielsweise das Dach, die Motorhaube und die vordere Spoilerlippe. Auch der Preis dürfte eine herbe Kampfansage an die Konkurrenz sein. "Knapp unter 100.000 Euro", ist aus internen Kreisen zu vernehmen. 

Lotus mit Projektname "Eagle"

Bei Lotus backt man bekanntlich kleinere Brötchen. Nicht nur bezüglich des Preises, sondern auch bei der feilgebotenen Leistung und der Fahrzeuggröße. Auf der British Motor Show in London (23. Juli bis 3. August) enthüllen die Leichtbaufetischisten aus Großbritannien ihr jüngstes, wenn auch größer als Elise und Exige gewachsenes Kind. Momentan hört es noch auf den Projektnamen Eagle, soll einen neuen Kundenkreis erschließen und obendrein das Volumenmodell der Briten verkörpern.

Dementsprechend hat der britische Adler die weniger hart gesottene Coupé- Klientel im Visier. Er wird ein großzügigeres Raum- und Reiseangebot bieten, ohne dabei die Lotus-Philosophie zu vernachlässigen. Denn das Chassis des ab Beginn 2009 zunächst als Zweisitzer bei den Händlern stehenden Hecktrieblers basiert auf dem Konstruktionsprinzip des Elise: Strangpressprofile aus Aluminium bilden den soliden Rahmen für eine Kunststoffhaut. Beim Maximalgewicht sind 1.200 Kilogramm das Ziel. Für das zweisitzige Coupé wohlgemerkt, denn eine 2 + 2-Variante des Eagle soll ebenso folgen wie ein Cabrio. Spätestens dann werden auch die geplanten Optionen wie Automatikgetriebe oder stärkere Motorisierungen erhältlich sein. Zum Basispreis von 70.000 Euro wird die Kraft von 280 PS jedoch zunächst manuell verwaltet. Der natürlich vor der Hinterachse platzierte V6-Motor mit 3,5 Litern Hubraum stammt von Toyota.

Artega GT mit VW-Motor

Konzeptionell trifft der neue Lotus damit auf harte Konkurrenz. Nicht nur in Form des anvisierten Porsche Cayman, sondern auch auf einen ihm formell sehr ähnlichen Vertreter der knackigen Coupés: Der aus deutscher Produktion stammende Artega GT. Dabei ist das Erstlingswerk der Artega Automobilbau GmbH dem Lotus ein Stück weit voraus. Bereits in diesem Sommer werden die ersten Modelle ausgeliefert. Zum Basispreis von 74.983 Euro vereint der Heck-Mittelmotor-Sportwagen Großserientechnik mit Highend-Komponenten. Über das Aluminium-Spaceframe-Chassis stülpt sich eine Karosserie aus Kohlefaser. Der 3,6 Liter große, 300 PS starke V6-Motor kommt aus dem VW-Regal und wird mit dem ebenfalls aus Wolfsburg stammenden Doppelkupplungsgetriebe vereint.

Die Doppelkupplungs-Technologie hält auch bei Ferrari Einzug. Zum Einsatz kommt sie erstmals bei der intern F149 betitelten Modellneuheit, die als "Dino" schon die Gerüchteküche anheizte. Der unterhalb des F430 angesiedelte Zweisitzer dreht momentan in den unterschiedlichsten Tarnkleidern seine Abstimmungsrunden und wird auf dem Pariser Salon (4. bis 19. Oktober) seine Hüllen fallen lassen.

F149 mit maximal 450 PS

Bereits jetzt sind jedoch die Anzahl der Zylinder und die Einbaulage des Motors nicht mehr zu verbergen. Der Frontmotor-F149 basiert auf einem für Maserati konstruierten Chassis, das für eine Transaxle-Bauweise ausgelegt ist. Acht Zylinder in V-Anordnung sind für einen Sportler dieses Schlages State of the Art. Nahe liegend, dass mit dem F149 neben der Getriebetechnik auch eine neue Motorengeneration Einzug hält, die über Direkteinspritzung verfügt. Um einen gewissen Abstand zum F430 zu wahren, wird der Vierventil-V8 unter 4,5 Liter Hubraum haben - womit die angegebene Leistung bei maximal 450 PS liegen sollte. Die Auslieferung des F149 beginnt im Frühjahr 2009 - höchstwahrscheinlich zunächst als Spider und erst später als 2 + 2-sitziges Coupé.

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