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Suzuki Grand Vitara

Lang gemacht

Foto: Masanobu Ikenomira 9 Bilder

Der neue Suzuki Grand Vitara rollt zum Jahresende deutlich vergrößert auf den Markt. Eine Alternative in Form und Funktion?

12.07.2005

Die Ideenschmiede bei Suzuki läuft auf Hochtouren. Besonders wenn es um das Design zukünftiger Fahrzeuge geht. Hebt sich der aktuelle Swift schon deutlich von der Masse ab, wird der Effekt beim neuen Grand Vitara, der um gewaltige 30 Zentimeter in der Länge gewachsen ist, noch stärker sein.

Mit harten Kanten, großen glatten Flächen und schwungvollen Kurven trägt der Allradler in der dritten Generation eine moderne und eigenwillige Zeichnung. Die Neuerungen unter dem Blech fielen allerdings nicht so mutig aus. Wie beim Vorgänger sitzt die Karosserie auf dem typischen Geländewagenunterbau: dem Leiterrahmen. Für den Einsatz im Groben spricht auch, dass der Grand Vitara serienmäßig über permanenten Allradantrieb, Mittendifferenzial mit Sperre so- wie eine Geländeuntersetzung verfügt. Zusammen mit kurzen Karosserieüberhängen und einer Bodenfreiheit von 20 Zentimetern eignet sich dieses Fahrzeug durchaus fürs Gelände. Mangels Schutzleisten ist das aber nur bedingt zu empfehlen.

Der Innenraum ist zurückhaltend, aber dank silbern glänzenden Applikationen und weiß leuchtenden Anzeigen nicht langweilig gestaltet. Die Bedien- Logik ist erfreulich simpel. Differenzialsperre und Geländeuntersetzung lassen sich einfach per Drehschalter aktivieren. Das Fahrwerk der hier gefahrenen Japan-Version ist auf Komfort ausgelegt, mit seinen langen Federwegen fährt sich der Offroader aber nicht so limousinenhaft wie mancher Konkurrent.

Ein weiterer Minuspunkt: Bei starken Unebenheiten reagiert die Vorderachse des Grand Vitara träge, Stöße dringen dann hart bis in den Innenraum. Hier sollte noch etwas Abstimmungsarbeit folgen.

Angenehmer ist der Fahrbahnkontakt, den die Lenkung vermittelt. Sie arbeitet leicht und präzise und ist mit 2,6 Lenkradumdrehungen von Anschlag zu Anschlag relativ direkt ausgelegt.

Anfangs wird es zwei Benziner (1,6 und 2,0 Liter Hubraum mit etwa 100 und 145 PS) und einen von Renault zugelieferten 1,9-Liter-Diesel geben. Mit dem großen Benzinmotor reißt der Suzuki keine Bäume aus, zeigt aber geschmeidiges Allroundtalent.

Die Preise für den Grand Vitara werden etwas oberhalb der 24 000 Euro für das aktuelle Modell liegen.

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