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Techart-Porsche 911 Turbo S im Fahrbericht

Darf S mehr sein?

Techart Porsche 911 Turbo S, Frontansicht Foto: Hans-Dieter Seufer 12 Bilder

Techart ist für extravagant modifizierte Porsche-Modelle bekannt. sport auto fuhr bereits die aktuellste Kreation des Leonberger Veredlers: Willkommen im Techart-Porsche 911 (991) Turbo S!

19.05.2014 Christian Gebhardt, Heinrich Lingner Powered by

„Jetzt beginnt wieder die Zeit der Turbinchen.“ Die Augen von Thomas Behringer glänzen bei diesem Satz mit der weißen Lackierung des Techart-Porsche 911 Turbo S um die Wette. „Turbo ist eine unserer Kernkompetenzen“, sprudelt es aus dem Techart-Geschäftsführer heraus, während er um den neuesten Star seiner Tuning-Manufaktur aus Leonberg bei Stuttgart herumflaniert.

Techart 911 Turbo S VideoScreen
Techart 911 Turbo S Launch Control Start 57 Sek.

Techart-Porsche 911 Turbo S fügt sich in illustren Ahnenkreis ein

Der Techart-Porsche 911 Turbo S aus der aktuellen 991-Baureihe fügt sich in einen illustren Ahnenkreis ein. Gereiftere Tuning-Fans erinnern sich noch an den Techart-964 Turbo aus dem Jahr 1992, dessen Boxer-Triebwerk von 320 auf bis zu 380 PS gedopt wurde. „Der Monoturbo ging damals mördermäßig vorwärts“, erinnert sich Behringer.

Anschließend folgte mit dem 462 PS starken Techart-993 namens CT3 ein kurzer Ausflug in Kompressor-Gefilde. Spätestens seit den Turbo-Helden der 996- und 997-Generation konkurrierten die PS-Zahlen der Techart-Leistungspakete fast mit Formel 1-ähnlichen Werten. Exakt 620 PS feuerten den letzten Techart-997 Turbo im sport auto-Test (Heft 6/2010) zu einem historischen Bestwert in unserer Testgeschichte. Schneller als in 2,9 Sekunden jagte bis dato noch keiner von null auf Tempo 100.

Und was kann der Techart-Porsche 911 Turbo S? „Wir wollen unsere alten Werte natürlich einstellen“, sagt Behringer. 2,8 Sekunden sollen laut Herstellerangabe mit dem Techart-Porsche 911 Turbo S drin sein. 

Techart-Porsche 911 Turbo S soll 328 km/h schnell sein

Kurz zum Vergleich, in welch elitärer Liga sich der Techart-Porsche 911 Turbo S da etablieren soll: Der Bugatti Veyron 16.4 Super Sport mit 1.200 PS rannte im sport auto-Test 2011 in 2,7 Sekunden auf 100 km/h. Und wo soll der Topspeed der neuen Techart-Fahrmaschine liegen? Bei 328 kmh.

Anders als in den Neunzigerjahren wird die Luft für Tuner angesichts extremerer Serienentwicklungen immer dünner – mal eben am Dampfrad drehen ist längst nicht mehr so einfach. Auch die Haltbarkeit der getunten 911 Turbo ist ein Thema.

Im sport auto-Test fielen verschiedene 997-Modelle bereits nach wenigen Launch-Control-Starts mit Warnhinweisen zur PDK-Funktion auf. „Dauerhaltbarkeit ist uns sehr wichtig, daher gibt’s bei uns auch eine PS-Grenze, über die wir nicht hinausgehen“, betont der Techart-Boss.

Über 230.000 Euro teuer

„Der kostet doch bestimmt eine viertel Million, sagt ein Kollege, während wir andächtig in der Tiefgarage vor dem weiß-blauen Techart-Porsche 911 Turbo S stehen, der 620 PS und ein maximales Drehmoment von 830 Nm mobilisiert. Das stimmt ziemlich genau. Die Summe am Ende der langen Liste, die alle Umbaumaßnahmen des im Fahrbericht ausgeführten Wagens aufführt, lautet exakt 236.377,57 Euro. Nun ist das ja eine Menge Geld für ein Auto, doch gemessen am Listenpreis des Turbo S vor dem Umbau (201.991 Euro) eine überraschend kleine.

Zumal durchaus einiges geboten wird für die rund 35.000 Euro. Hier nur die kostspieligsten Maßnahmen: 4.641 Euro der Leistungskit für den Motor, 5.167 Steine für die Abgasanlage, 3.921 Euro kostet der Heckflügel, 4.355 der empfehlenswerte Noselift, 2.927 Euro schließlich die 20-Zoll-Räder, jeweils ohne Montage, aber mit Mehrwertsteuer. Genug der Erbsenzählerei, losfahren! Doch bevor der Techart-Turbo gestartet wird, sollten vorsichtige Piloten darauf achten, dass Personen ohne Gehörschutz und kleine Kinder die Garage verlassen. Mit der Klappenauspuffanlage tönt der Turbo beim Kaltstart wie früher beim Warmlaufen in Le Mans – nur lauter.

Langsam durch die Stadt, ein wenig Gas im Tunnel bei offenen Fenstern, dann Autobahnauffahrt, Triebwerk auf Betriebstemperatur, Volldampf. Der Turbo zoomt sich auf die linke Spur, die Gänge schnalzen etwas knackiger rein, der Klappenauspuff geht in den Kampfmodus. Auf der Stoppuhr (okay, auf der V-Box) ist der Techart gar nicht mal so viel schneller als ein Serien-S, aber gefühlt sind es Welten. Das wird einigen sicher 35.000 Euro wert sein.

Technische Daten
TechArt 911 Turbo S
Grundpreis197.041 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4506 x 1880 x 1296 mm
KofferraumvolumenVDA375 L
Hubraum / Motor3800 cm³ / 6-Zylinder
Leistung456 kW / 620 PS (880 Nm)
Höchstgeschwindigkeit328 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h2,8 s
Verbrauch9,7 L/100 km
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