Die hohe Bauform macht es trotz kompakter Außenmaße möglich, ein ordentliches Raumangebot für die Passagiere zu schaffen. Beim Terios ist sogar hinten ausreichend Platz für zwei Erwachsene, obwohl er zugleich das deutlich größere Ladevolumen (380 Liter) bietet, weil das Reserverad auf der Hecktür Platz findet. Dank asymmetrisch geteilt umklappbaren Rücksitzen und entsprechenden Variationsmöglichkeiten sind beide Kandidaten zudem für den kleinen Transport zwischendurch gerüstet.
Aber wer mehr als nur den Großstadt-Dschungel bewältigen will, für den gehört der Allradantrieb zum Pflichtprogramm, beim Suzuki sogar mit drei Wahlmöglichkeiten.
Entscheidung zu Gunsten des SX4
Schon im normalen Alltag legt der SX4 ein deutlich sportlicheres und agileres Fahrverhalten als der Terios an den Tag. Er wirkt handlicher, neigt sich in Kurven weniger zur Seite und vermittelt insgesamt mehr Fahrspaß. In Sachen Lenkpräzision bleibt allerdings bei beiden noch Verbesserungspotenzial. Das Gleiche gilt auch für die Bremsen.
Dazu kommt beim Terios-Motor wenig Vergnügen auf, weil es dem ausschließlich lieferbaren 1,5-Liter-Benziner trotz der 105 PS an Temperament mangelt. Im Stadtverkehr stört das weniger als auf langen Autobahnreisen, wo er ab 130 km/h zunehmend auch die Gehörgänge quält. Ungleich harmonischer setzt sich in dieser Hinsicht der Suzuki in Szene, der hier nicht mit einem der beiden hauseigenen Benziner (99/107 PS) antritt, sondern mit einem 1,9-Liter- Diesel von Fiat, wie er auch im Schwestermodell Sedici angeboten wird.
Bereits an der ersten Steigung beweist er, dass dies eindeutig die bessere Wahl ist. Mit dem doppelten Drehmoment des Terios-Benziners legt er sich nach einer leichten Anfahrschwäche kraftvoll ins Zeug und begnügt sich mit bescheidenen acht Liter pro 100 Kilometer. Dass Suzuki trotz des serienmäßigen Partikelfilters keinen Diesel-Aufschlag erhebt und sich die beiden Bonsai-Allradler in der Anschaffung auf gleichem Preisniveau bewegen, erleichtert die Entscheidung für den SX4.




