Toyota Auris 1.33 VVT-i im Fahrbericht: Renoviertes Kompaktmodell unter der Lupe

Toyota Auris Facelift

In Toyotas Rückruf-Krise geht die Modellpflege des Auris fast unter. Dabei soll der Kompakte durch das Facelift doch einen spaßigeren zweiten Frühling erleben. Fahrbericht des Toyota Auris 1.33 VVT-i.

Sicher gibt es - wie eigentlich für alles - eine alte japanische Weisheit, die da lautet: Wenn du ein Problem mit dem Gaspedal hast, sprich über Mittelarmlehnen. Darüber und nicht so gern über die Gaspedal-Rückrufaktion wollte das Marketing bei der Präsentation des aufgefrischten Toyota Auris reden, auch über Außenspiegel mit LED-Blinkern und softbelackte Oberflächen. Nach drei Jahren europäisiert Toyota sein Weltauto. 

Toyota Auris mit dynamischerem Fahrverhalten

Das zeigt sich weniger an Änderungen wie neuen Leuchten, der sacht überarbeiteten Front und größeren Lufteinlässen, sondern vielmehr an Elementarem wie einer neuen Fahrwerksabstimmung. Die bisherige musste für afrikanische Schotterstrecken ebenso wie für deutsche Autobahnen taugen, was zu wenig überzeugenden Kompromissen bei Federungskomfort und Handling führte.

Jetzt verpassen die Toyota-Techniker dem Toyota Auris für Europa effizientere Dämpfer, die dem Komfort ebenso zuträglich sind wie der Agilität. Die unterstützt die direkter abgestimmte und mit einer rückmeldungsintensiveren Kennlinie versehene elektrische Servolenkung. Das verschafft dem Auris ein dynamischeres Fahrverhalten - ohne dass er Überdurchschnittliches böte.

Viele kleine Änderungen addieren sich zu einem besseren Toyota Auris

Zum milden Charakter passt der neue Basisbenziner. Die Motorsport-Erfahrung, die in seine Vollaluminium-Konstruktion einfloss, zeigt sich mehr im niedrigen Gewicht des 1,33-Liter-Triebwerks als in einem feurigen Temperament. Wobei die 99 PS für ausreichende Fahrleistungen genügen - solange fleißig Gebrauch von den sechs Gängen des präzise schaltbaren Getriebes gemacht und das hektische Aufblitzen der Schaltanzeige ignoriert wird. Alternativ gibt es einen 1,6-Liter-Benziner mit 132 PS und drei Diesel (90 bis 177 PS). Viele kleine Änderungen addieren sich zu einem besseren Toyota Auris. Der kann so in seiner zweiten Lebenshälfte richtig Gas geben - sollte natürlich keine Anspielung sein.

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Sebastian Renz

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