Toyota iQ 1.4 D-4D im Fahrbericht

Kleiner Japaner mit neuen inneren Werten

Toyota iQ Front

Der Toyota iQ zeigt, wie effektive Raumausnutzung aussieht - ab sofort mit verbesserter Innenausstattung und einem zügigen 1,4-Liter Diesel-Antrieb. Was der kleine Japaner sonst noch zu bieten hat, zeigt der Fahrbericht.

Volumenfanatiker müssen beim Toyota iQ ganz stark sein: Wer den Preis des 1.4 D-4D durch seine 32 Liter Standard-Kofferraumvolumen teilt, kommt auf 478 Euro/L. Ein Dacia Sandero macht es schon für 36,22, der Logan Kombi für 17,86. Erst ein Bentley Continental GT lässt sich sein Gepäckabteil ähnlich fürstlich honorieren. Aber eigentlich geht es beim 2,99-Meter-Toyota iQ gar nicht um Maxi-Kofferraum. 

Toyota iQ bietet gutes Preis-Ladungs-Verhältnis

Die Japaner wollten mit dem Toyota iQ den besseren Smart Fortwo bauen. 29 Zentimer länger als dieser und mit einem Passagierabteil im Fond ausgestattet, in dem hinter dem Beifahrer ein durchschnittlich proportionierter Mensch verrenkungsfrei unterkommt. Zudem passen bei umgeklappten Rückenlehnen sogar 395 Liter bis unters Dach des Toyota, was das Preis-Ladungs-Verhältnis relativiert.

Damit es soweit kommen konnte, mussten die Toyota iQ-Ingenieure gegenüber konventionellen Kleinwagen allerhand umkrempeln. So sorgt das versetzte Differenzial für einen längeren Radstand, und der Tank macht unterflur Platz für einen Extra-Stauraum. Platz macht auch der Armaturenträger, der an der Beifahrerseite ausgehöhlt ist, eine Tasche statt eines Handschuhfaches trägt.

Toyota iQ mit besserem Innenraummaterial

Gespart hat Toyota zum iQ-Start Anfang 2009 bei der Qualität der Innenraummaterialien, gemessen am Kaufpreis wirkten die reichlich plastikhaft. Hier hat man sichtbar nachgebessert, verwendet nunmehr teils weich geschäumten Kunststoff, jedoch in unterschiedlichen Farben und Oberflächenstrukturen. Einen Haptik-Pokal gibt es zwar immer noch nicht, die Anmutung dürfte aber niemanden mehr vom Kauf abhalten.

Zudem bekommt man schon in Basisausstattung einiges geboten. Etwa einen faszinierend kleinen Wendekreis oder den 1,4-Liter-Diesel, dessen 190 Newtonmeter den straff abgestimmten Toyota iQ im Fahrbericht wuchtig vorantreiben. Fürs Mithalten auf Landstraße und Autobahn reicht es jedenfalls locker.

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Jörn Thomas

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