Generation acht des Landcruisers hat sich sämtliche Zutaten für asphaltferne Fortbewegung bewahrt: Massiver Leiterrahmen, Untersetzungsgetriebe, Starrachse hinten oder die deaktivierbaren Stabilisatoren für mehr Achsverschränkung sorgen dafür, dass der Landcruiser tatsächlich so geländegängig ist, wie die meisten seiner modischen Mitbewerber nur aussehen.
4,7-Liter-Benziner eher Randerscheinung
Der 4,7-Liter-Benziner mit 288 PS und 445 Nm Drehmoment dürfte angesichts aktueller Spritpreise hierzulande eine Randerscheinung bleiben - vor allem, da der 286 PS starke 4,5- Liter-Diesel mit satten 650 Nm Drehmoment zum gleichen Preis angeboten wird. Mit 10,2 Liter auf 100 Kilometer im Normverbrauch schluckt der Selbstzünder über vier Liter weniger als der Benziner. Die ausschließlich als Diesel lieferbare Basisvariante mit 18-Zoll-Rädern, Klimaautomatik und Audio-System liegt bei 69.900 Euro.
Tempo 100 in 8,2 Sekunden
Selbst vom Diesel ist wenig zu hören, aber umso mehr zu spüren: Nach nur kurzer Anfahrschwäche zieht der V8 mit seiner nahezu ruckfrei schaltenden Sechsstufen-Automatik souverän davon, erreicht Tempo 100 in 8,2 Sekunden und muss erst bei 210 km/h an die elektronische Leine.
Wie es nicht anders zu erwarten war, leidet die Agilität im Straßenbetrieb unter dem Leiterrahmen und dem hohen Schwerpunkt. Die um die Mittellage indirekte Lenkung sowie das träge Handling machen schnell klar, dass sich der Toyota auf kurvigen Landstraßen keine Duelle mit Asphalt-Profis wie dem BMW X5 liefern will. Dafür schluckt seine Federung auch solche Fahrbahn-Unebenheiten, die Sport-SUV gerne an die Passagiere weitergeben.




