Selbst nach zehn Jahren schien der Toyota Previa – zumindest optisch – nicht zum alten Eisen zu gehören. Genausowenig, wie das keineswegs bahnbrechende, aber immerhin ungewöhnliche Konzept mit unterflurig eingebautem Mittelmotor und Heckantrieb. Der Previa war eine attraktive Alternative, aber kein Bestseller. Das Segment der großen Vans ist allerdings zu lukrativ, zu erfolgreich, um es allein dem Renault Espace und dem Chrysler Voyager zu überlassen. Und so musste, auch mit Blick auf den gesamteuropäischen Markt – Frankreich kauft den Espace wie warmes Baguette – ein neuer, großer Minivan mit luxuriösem Gepräge, viel Platz und Komfort her. Ein Fall für den Previa. Der war dem um zehn Jahre gereiften Anforderungskatalog allerdings nicht mehr gewachsen und wurde von Grund auf neu konzipiert. Bei der zweiten Auflage, die ab 17. Juni bei den Händlern steht, findet nicht nur die futuristische Optik des Toyota-Sportcoupés Celica neue Verwendung, auch technisch wurde kräftig umgekrempelt: Den Heckantrieb ersetzt ein Platz sparender Frontantrieb, der Motor ist vor die Vorderachse gerutscht und der doppelte Boden verschwunden. Die Außenhöhe wurde trotz verbesserter Kopffreiheit für die Passagiere um 30 Millimeter auf 1770 Millimeter reduziert.
Toyota Previa 2.4 Linea Sol
Zehn Jahre nach dem Vorgänger kommt der neue Toyota Previa. Ein Minivan mit großem Innenraum, enormer Variabilität und komfortablen Fahreigenschaften. Ein Raumgleiter auf Pendeltour zwischen Kindergarten und Côte d’Azur, Bürojob und Mountain-Bike-Trail.
Autor: Johannes Riegsinger





