Der überarbeitete Toyota Yaris soll dank neu entwickeltem Motor mit Start-Stopp-Automatik mit Kraftstoff geizen. Doch die Japaner haben leider auch an der Verarbeitung gespart. Fahrbericht des 101 PS starken Kleinwagens.
Stolze 101 PS, an ein Sechsganggetriebe gekoppelt, verpackt in einem rund 1,1 Tonnen schweren Kleinwagen - das hört sich nach einer guten Portion Fahrspaß an. Doch der neue, 1,33 Liter große Vierzylinder des frisch überarbeiteten Toyota Yaris soll in erster Linie mit Kraftstoff knausern. Entscheidend dabei ist die Start-Stopp-Automatik, die zunächst ausschließlich an das neue, in Großbritannien gefertigte Triebwerk gekoppelt ist.

Toyota · Start-Stopp · Yaris · Kleinwagen · Optimal Drive
Start-Stopp serienmäßig
Wie in den meisten Fahrzeugen, die mit dieser Technik ausgestattet sind, muss sich auch der Yaris-Fahrer zunächst daran gewöhnen, beim Halten an der Ampel in den Leerlauf zu schalten und den Fuß von der Kupplung zu nehmen. Erst dann stellt der Vollaluminium-Motor die Arbeit ein - aber auch nicht immer. Da die Japaner lediglich eine konventionelle Batterie einsetzen, kommt es auf die eingeschalteten elektrischen Verbraucher an, ob der Antrieb tatsächlich stoppt oder nicht.
Bei der ersten Fahrt im winterlichen Köln lief der Motor bei den zahlreichen Ampelstopps meist weiter. Bei den darauf folgenden Sprints machen sich die 101 PS und das maximale Drehmoment von 132 Newtonmeter nur bedingt bemerkbar, da der kleine Vierzylinder naturgemäß gedreht werden will.
Weniger Emissionen, mehr Leistung
Das volle Drehmoment steht bei 3.800 Umdrehungen an, das serienmäßige Sechsganggetriebe lässt sich exakt schalten. Ob sich der Yaris bei solcher Fahrweise tatsächlich mit dem vom Hersteller versprochenen Durchschnittsverbrauch von 5,1 Litern begnügt, muss ein späterer Test klären. Dabei soll der Yaris in dieser Konfiguration nur 120 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren - immerhin zwölf Gramm weniger als der alte 1,3 Liter Motor, der überdies nur 87 PS leistete.
Schlechte Verarbeitung
Damit wollen die Japaner ihrem Anspruch als Technologierführer bei effizienten Automobilen unterstreichen. Das Image des Qualitäts-Königs droht Toyota dagegen zu verspielen. Der Testwagen in der noblen Executive-Ausstattung, der einen stolzen Gegenwert von 17.450 Euro repräsentiert, erschreckte mit schlecht verarbeiteten und billig wirkenden Kunststoffen. Leider handelte es sich nicht um ein Vorserien-Fahrzeug.
Autor: Jens Dralle
Hallo zusammen
Ich wohne in Suedafrika und besitze eine Yaris Limousine mit 1.3 Liter Motor, Baujahr 2006. Der Wagen hat 230.000 km gefahren ohne irgendwelche Probleme, nichts, aber auch gar nichts.Was ich an den Japanern im Vergleich zu vielen Deutschen Fabrikaten bevorzuge ist der konservativere " technische Layout" So haben der Yaris, aber auch meine anderen Toyotas und Hondas alle wieder eine Steuerkette und keinen Zahnriemen. Ich fahre Geschaeftsleute und Touristen hier in Suedafrika spazieren und habe Laufleistungen von 12000 bie 15000km im Monat pro Fahrzeug. Meine VW fahrende Konkurrenz hat schon so manches Ventil verbogen durch Zahnriemenausfall. Meine 2 Avanza's haben zum Beispiel den Motor Nord/Sued eingebaut, eine Steuerkette und Kardanantrieb. Mein 1.5 Liter Avanza, Baujahr November 2006 hat jetzt 300.000 km auf der Uhr und hat ausser Inspektionen einmal die Kupplung neu bekommen und einmal eine kleinere Reparatur an der Klimaanlage gehabt.
Also so ist das natürlich nicht.Toyota z.B. hat sehr hohe Laufleistungen ohne Probleme.Nur gibt es keine Flottenfahrzeuge.Dies wird natürlich durch Deutsche Hersteller bedient.Toyota hat Sicheheitshalber jährliche Service.Damit ist aber eine gute Wartung gewährleistet und deshalb auch eine gute Langlebigkeit.Werden sie mit ihren Golf glücklich, aber Japaner sind in der Masse doch weniger in den Werkstätten zur Reparatur!!!
Toyota schneidet bei den Statistiken von ADAC und co nur so gut ab, weil dort lediglich das Alter ein Rolle spielt. Der DEKRA-Test bezieht die Laufleistung mit ein und da wird es interessant. Plötzlich gibt es keinen Japaner mehr auf Platz eins. Es ist eben ein Unterschied, ob der Opa nach 3 Jahren zur HU kommt und das Auto 20000km runter hat oder ob ein Golf als Dienstwagen genutzt wird und in 3 Jahren 120000km auf der Uhr hat. Das dann mehr Mängel auftreten ist schon irgendwie einleuchtend. Man kann aber eben keine Äpfel mit Birnen vergleichen... Deswegen: Wir können uns was die Prodkution angeht einiges aus Japan abschauen, aber nicht alles was aus Deutschland kommt ist gleich schlecht... Ich sag nur: Golf 4 TDI mit 60000km gekauft vor 2 Jahren, jetzt mit 90000 das erste Mal in der Werkstatt, zum Service.
Naja, Facelift? Man muß wohl 3 x hingucken, um den Unterschied zwischen dem bisherigen Yaris und dem neuen Modell festzustellen. Aber ok für die Besitzer des bisherigen Modells.
Materialien im Innenraum sind für die Fahrzeug- und Preisklasse meiner Meinung nach verbesserungswürdig. Da sind aktuell selbst die Franzosen (Peugeot 207, Renault Clio) innen hochwertiger als viele Japaner! Auch im Mazda 2 oder im Suzuki Swift werden meiner Kenntnis nach innen Plastikmaterialien verbaut, die total billig aussehen und sich auch so anfühlen. Dass die Japaner (obwohl auch schön längst nicht mehr in Japan gebaut, kommt der Yaris für Deutschland nicht auch aus Frankreich?) eine bessere Langzeitqualität haben als Mitbewerber mag sein. Aber ein Auto muß (vor allem auch innen) gefallen. Und da gibt es Schöneres als einen Yaris! Fragwürdig finde ich auch das Motorenangebot: Der 3-Zylinder-1 Liter mit 70 PS (ziemlich schlapp) und dann sofort als nächster Benziner 101 PS? Da fehlt doch was, oder?
Die besten Berichte sind nicht die "ohne (Vergleichs-)Test". Warten wir mal ab, denn in derselben hohen Preiskategorie kann man ja nun fast alles haben. Dass Plastik fuer uns Normalkunden nicht entscheidend ist, kann ich nur bestaetigen. Aber da so ein Fahrzeug eh nur fuer eine sehr kleine spezielle Kaeuferschicht positioniert wird (ich kenne sowas aus Paris und London) .... warten wir aufs Testergebnis. Und: Immer weiterdenken. Toyota muss nach oben, von unten gibts kraeftig Druck.
Note: Ich fahre einen Passat B6 2.0 FSI 4motion, nach 2 J. mit 60Tkm fuer 18.000 EUR gekauft. Ein Sahnestueck dt. (Volks-)Autokultur, und wirklich im preislichen Rahmen.
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