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Volga V12

BMW mit Sonderaufbau

"BMW mit Sonderaufbau“ steht in den Papieren des tief geduckten Zweitürers. Ivan Shishkin, Designer und Direktor des Moskauer Tuningunternehmens a:level, hat im Auftrag eines solventen Moskauers einen Volga GAZ M 21 aus den 60er-Jahren mit einem BMW 850 CSi gekreuzt.

09.12.2002

Das 2001 gegründete private Design- und Tuningstudio a:level ist spezialisiert auf bizarre Aufträge. Zahlungskräftige Klientel dafür ist reichlich vorhanden - in der Hauptstadt des verarmten Russland. Zu einer ganz besonderen Herausforderung aber geriet das hier gezeigte Coupé.

Das Herstellerwerk der Limousine - der Gorkovski avtomobilni savod (GAZ) - hatte mit diesem Projekt freilich nichts zu tun. Dort, im russischen Nishni Novgorod, wurde zwischen 1957 und 1971 der Volga M 21 gebaut.

Als Basis für das nostalgisch wirkende Hochleistungsauto wählte man bei a:level den bei uns wenig erfolgreichen BMW 850 CSi, wie er bis 1997 im Programm war. "Zum einen schien uns dieses Zwölfzylinder-Coupé die geeignete Plattform zu bieten“, sagt der gerade mal 30-jährige Shishkin: "Sowjetische Paradewagen hatten allenfalls einen Achtzylinder. In den Motorraum des alten 86-PS-Volga passte jedoch nicht mal ein Sechszylinder hinein - also mussten wir eine andere Lösung finden, um ihm den V12 zu implantieren.“ Dass es den Volga stets nur als Viertürer (und in kleiner Serie als Kombi) gab, war für die Jungunternehmer keine Hürde: "Wir entschlossen uns dafür, einen zweitürigen Gran Turismo zu bauen - mit Chassis, Technik und Innenraum des BMW, alles entsprechend modifiziert, und einer Karosserie, die der einzigartigen Linienführung des M 21 nachempfunden ist.“

Das so entstandene Auto ist ein Hingucker, sämtliche Karosserieteile bestehen aus solidem Stahlblech. Breit und tief wie ein gechoppter Ami, auf fetten Pirelli P Zero 245/50 ZR 17 rollend, hat es kräftig Power unter der Haube. Der turbinenhafte Sound des Zwölfzylinders mit dem rot lackierten Lufteinlass wird durch die zwei dicken Auspuffrohre unziemlich verstärkt: Dezenter Klang wie beim originalen BMW war nicht erwünscht.

Chromschmuck reichlich und überall ziert das Coupé. Im Innenraum dominieren feinstes, farbig abgesetztes Leder und warme karelische Birke. Schalensitze vorn und hinten, ein kleines Speziallenkrad und der kurze Schaltknüppel fürs Sechsganggetriebe stehen für exklusive Sportlichkeit. Das Instrumentarium stammt aus dem großen BMW, der Tacho reicht bis zu optimistischen 300 km/h. Für den nur 270 Liter großen Gepäckraum gibt es natürlich maßgefertigte Louis-Vuitton-Koffer.

200 Kilo mehr als das BMW-Pendant wiegt das russische Coupé, das zunächst ein Einzelstück bleiben soll. Schätzungsweise eine halbe Million Dollar hat der solvente Auftraggeber für den Zweitonner hingelegt, genauere Zahlen will a:level nicht nennen. Auch ob und wann es weitere V12-Volga geben wird, verraten die Moskauer nicht. BMW-Insider berichten jedoch, dass 850 CSi und 850i neuerdings stark gefragt sind im Reich des russischen Bären ...

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