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Volvo V40 und Mini Cooper im Fahrbericht

Cross Country trifft auf Countryman

Volvo V40 Cross Country, Mini Cooper D Countryman, Heckansicht, Jens Dralle Foto: Hans-Dieter Seufert 19 Bilder

Mit rustikalen Anbauteilen und modifiziertem Fahrwerk verdient sich der V40 den Titel Cross Country - findet Volvo. Im Fahrbericht tritt der Schwede als D2 auf den Mini Cooper D Countryman.

28.02.2013 Jens Dralle Powered by

Noch vor fünf Jahren wäre ein Vergleich zwischen einem Volvo und einem Mini wohl ähnlich absurd erschienen wie eine grüne Regierung in Baden-Württemberg oder "Wetten, dass?" ohne Thomas Gottschalk. Warum also jetzt? Mini nähert sich mit dem Countryman der Kompaktklasse, und Volvo wünscht sich seit einiger Zeit, aufgrund des Designs seiner Produkte geliebt zu werden. Beide Hersteller wollen zudem von der ungebrochenen Nachfrage nach SUV profitieren.

Volvo V40 Countryman treibt nur mit stärkstem Motor alle vier Räder an

Speziell Volvo ist hier gut aufgestellt, bislang allerdings nur in höheren Fahrzeugsegmenten. Für ein kompaktes Modell fehlt derzeit noch das nötige Kleingeld, bis 2015 müssen die Händler potenzielle Kunden mit dem V40 Cross Country vertrösten. Ihn zeichnen vor allem neue Stoßfänger und Schweller sowie eine Dachreling aus, innen sollen spezielle Polster und Zierleisten die Bereitschaft zum Abenteuer verdeutlichen.

Tatsächlich setzt allerdings der Antrieb enge Grenzen für ausschweifende Expeditionen, denn ein Allradsystem liefert Volvo nur in Verbindung mit dem 254 PS starken Turbo-Benziner aus - immerhin serienmäßig. Alle übrigen vier Motorvarianten treiben ausschließlich die Vorderräder an. Da sie aber alle für Allradantrieb vorbereitet sind, dürfte das Angebot bald ausgeweitet werden. Vorteil Mini Countryman: Er kann auch mit den populären Diesel-Triebwerken weiter kraxeln als der V40, falls dem Käufer dieses Talent 1.700 Euro Aufpreis wert ist.

Cross Country-Paket ohne Auswirkung auf Federungskomfort

Exakt 1.800 Euro mehr kostet übrigens das Cross Country-Paket gegenüber dem entsprechenden Volvo V40. Neben den erwähnten Optik-Details ist darin auch ein modifiziertes Fahrwerk enthalten, das die Bodenfreiheit in der Basisversion um 1,2 Zentimeter vergrößert – je nach gewählter Rädergröße kommen noch ein paar Millimeter hinzu. An der vom Volvo V40 bekannten Bereitschaft, Kurven möglichst flott und engagiert abzuhaken, ändert das kaum etwas – allerdings auch nicht an dem etwas künstlichen Gefühl, das die Abstimmung der elektrohydraulischen Lenkung in jeder der Kennlinien vermittelt.

Auf den Federungskomfort hat das neue Fahrwerk ebenfalls kaum Auswirkungen, da der Volvo V40 ohnehin eine Spur zu straff abrollt. Nun kommt noch die für Fahrzeuge mit erhöhter Bodenfreiheit typische Staksigkeit hinzu, wenn versetzte Bodenunebenheiten die Feder-Dämpfer-Einheiten herausfordern. Und der Mini? Er bereitet sein agiles Fahrverhalten authentischer auf, lässt den Fahrer nie darüber im Unklaren, wie er dessen Befehle umzusetzen gedenkt. Dazu passt der kräftige 1,6-Liter-Dieselmotor, der bei 1.750 Umdrehungen sein maximales Drehmoment von 270 Newtonmetern bereitstellt. Ein Sechsganggetriebe mit knackigen und kurzen Wegen sorgt dafür, dass es ordentlich portioniert an den Vorderrädern ankommt.

Mini Countryman mit mehr Platz in Fond und Kofferraum

Allerdings erkauft sich der Mini Countryman sein fahrdynamisches Talent mit einem Federungskomfort, der irgendwo zwischen Gartenstuhl und Isomatte liegt. Daran trägt auch der Radstand Mitschuld, er fällt sechs Zentimeter kürzer aus als beim Volvo V40 Cross Country - was Wunder, schließlich ist der Schwede ganze 27,3 Zentimeter länger. Und was macht er daraus? Erstaunlich wenig, zumindest auf der Rückbank. Hier drückt groß gewachsenen Mitreisenden schon mal der Dachhimmel auf den Scheitel, und die Beinfreiheit fällt ebenfalls nicht besonders üppig aus. Gleiches gilt für den Laderaum: Maximal 1.032 Liter passen in den schwungvoll gezeichneten Volvo V40 Cross Country, während der kastigere Mini immerhin 1.170 Liter wuppt.

Dafür spart Mini an der Qualität der im Interieur verwendeten Kunststoffe, wobei der Testwagen noch aus der Serie vor der bereits angekündigten Modellpflege stammt. Fühlen sich Mini-Insassen wie in einem Jugendzimmer, kommt ihnen das Volvo V40-Interieur wie ein modernes Stadtappartement vor. Hochwertige, penibel verarbeitete Materialien, bequem gepolsterte Sitze, kombiniert mit feschen Details wie dem rahmenlosen Innenspiegel und dem beleuchteten Schaltknauf. Hinzu kommen eine umfangreiche Sicherheitsausstattung und zahlreiche, optionale Assistenzsysteme.

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Fazit

Als Cross Country bekommt der Volvo V40 zur umfangreichen Sicherheitsausstattung, der soliden Verarbeitung und dem agilen Handling eine rustikale Optik sowie eine staksige Federung. Gegenüber dem geräumigeren, dynamischen Mini wirkt der Volvo entspannter und edler. Dem D2 fehlt nur noch der Allradantrieb.

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