Er hat fast alles, was ein Geländewagen eben so haben muss: Allradantrieb, 230 Millimeter Bodenfreiheit und stattliche 1,71 Meter Scheitelhöhe etwa. Dazu eine wuchtige Statur und robuste Schutzplanken an der Unterseite, damit Geröll und Schotter keine ernsthaften Blessuren hinterlassen. Doch ein echter Offroader kann und will der XC60 nicht sein. Auch bei Volvo hat man den Mainstream im Blick. Und dem reicht es, wenn ein SUV attraktiv aussieht und die Zufahrt zum Ski-Hotel hochkommt.
Technische Basis ist die so genannte EUCD-Plattform, die auch der Volvo XC70 sowie Ford Mondeo und S-Max nutzen. 4,63 Meter misst der Viertürer, der damit gleichauf mit dem Audi Q5 und wenige Zentimeter über BMW X3 und Mercedes GLK liegt. Das schafft genügend Bewegungsfreiheit für fünf Passagiere und Raum für eine dreifach geteilte Rückbanklehne, die im versenkten Zustand eine ebene Ladefläche ergibt.
Markentypische Klarheit
Bis zu 1.455 Liter Gepäck passen dann ins Heck, nach Umklappen der Beifahrersitzlehne sogar besonders lange Gegenstände. Weitere Finessen: ein Fixiersystem mit Taschenhaken sowie die größte Ladeöffnung seiner Klasse. Das Interieur zeigt die markentypische Klarheit im Design und einen stilvollen Mix hochwertiger Materialien. Auffällig ist die im BMW-Stil zum Fahrer geneigte Mittelkonsole, die wie bei allen kleineren Volvo frei im Raum zu schweben scheint. Allerdings fährt das Navi-Display nicht mehr oben aus dem Instrumententräger heraus, sondern hat seinen festen Platz im oberen Part der Mittelkonsole.
Die Navigationsbedienung erfolgt hingegen weiterhin über hinter dem Lenkrad versteckte Tasten, die es dem Beifahrer unmöglich machen, etwa ein neues Ziel einzugeben. Ansonsten stellt sich umgehend jene Behaglichkeit ein, die besonders traditionelle Volvo-Fahrer an ihrer Marke so schätzen. Die Sitze sind groß, bequem und gut ausgeformt, die Instrumente klar und übersichtlich. Trotz der erhöhten Position fühlt man sich eher wie in einer Limousine, die nicht nur dynamisch aussieht, sondern auch so fährt.






