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Neuer VW Arteon im Fahrbericht

So fährt das feine Topmodell

VW Arteon Fahrbericht Foto: Arturo Rivas 23 Bilder

Nach dem Ende von Phaeton und CC fehlt VW ein feines Topmodell. Mit dem neuen Arteon, einer schmuckvollen Limousine, will man diese Lücke schließen. Ob das gelingt? Fahrbericht.

30.05.2017 Michael von Maydell 9 Kommentare

Nein, wir wollen gar nicht lang diskutieren, ob Volkswagen gerade jetzt eine neue Status-Limousine braucht. Das wird der Markt schon zeigen. Daher lieber einige Fakten zwecks korrekter Einordnung. Also: Der Arteon basiert auf der MQB-Plattform, kommt als Fünfsitzer und ist zehn Zentimeter länger als die gewiss nicht kleine Passat Limousine. Zudem verfügt der 4,86 Meter lange Viertürer, der mittels feschen Coupé-Designs, rahmenloser Türen und großer Heckklappe durchaus eigenständig wirkt, über einen Radstand von 2,84 Metern. Entsprechend dieser Konstellation bietet der Fond opulent viel Beinfreiheit, während das sich früh absenkende Dach Kopffreiheit raubt. Der im Vergleich zu einer konservativen Limousine leicht zugängliche Laderaum fasst 563 bis 1.557 Liter Gepäck (Passat: 586 – 1.152 Liter). Klingt zunächst vielversprechend, die schräge Klappe dürfte den Transport von größerem Ladegut aber einschränken.

VW Arteon mit kraftvollen Motoren

In Grenzen hält sich auch (noch) das Motorenangebot. Ein 280 PS starker Turbobenziner (2.0 TSI) und zwei Varianten des 2.0 TDI (150 und 239 PS) sind bereits bestellbar. Später im Jahr folgen noch weitere Antriebe, darunter auch der neue 1.5 TSI mit 150 PS und Zylinderabschaltung. Für unsere erste Ausfahrt steht der 2.0 TSI in der Elegance-Ausführung bereit. Natürlich beeindruckt der Zweiliter mit druckvollem Antritt in allen Lebenslagen. Zumal der Motor immer mit Siebengang-DSG und Allradantrieb ausgeliefert wird. Nullhundert in unter sechs Sekunden? Kein Problem. Zwischenspurt von 160 auf 190 km/h? Gerne doch.

VW Arteon Fahrbericht Foto: Arturo Rivas
Für das Basismodell sind frecherweise weder Fahrerassistenzsysteme noch adaptive Dämpfer oder das große Navi zu haben.

Die Gangwechsel: schnell, passend und sehr ruckarm. Dabei müsste der rund 1,7 Tonnen schwere Fünfsitzer gar nicht viel schalten. Seine 350 Nm (ab 1.700 Touren) reichen auch so für ordentlich Schubkraft. Dazu untermalt der laufruhige Vierzylinder kräftigere Tätigkeiten mit angenehm brummeligem, sattem Sound. Wer den Sport-Modus anklickt, hört unter Last sogar ein gelegentliches Turbozwitschern heraus und freut sich über sportlich anmutende Zwischengasaktionen beim Abbremsen vor Kurven oder Ampeln. Ideal dazu: die Schaltpaddel, die zum Gängeflippern verleiten. Da beim 2.0 TSI adaptive Dämpfer schon an Bord sind und die Lenkung präzise agiert, flitzt es sich im Arteon schneller über Autobahn und Land, als manch einer vermutet.

Anspruchsvolle Preise für den Gran Turismo

Preise VW ArteonStart zunächst ab 39.675 Euro

Aber genug des Sports. Der Arteon soll ja vielmehr ein Gran Turismo sein. Hier empfiehlt sich das Komfort-Set-up. Einmal aktiviert, gleitet die Limousine leise und sanftmütig über schlechte Straßen und behelligt ihre Insassen nicht weiter. Die räkeln sich derweil in ihren bequemen Sitzen und können sich zudem besonders sicher fühlen. Denn der Arteon ist der erste VW, der zur Ausrichtung von Adaptivtempomat und LED-Scheinwerfern zusätzlich Daten von Frontscheibenkamera und GPS einbezieht.

Ein Schnäppchen ist der VW naturgemäß nicht. Wie erwähnt vorerst nur mit starken Motoren zu haben, startet der Arteon bei fast 40.000 Euro. Wobei kaum einer tatsächlich für diesen Preis vom Hof rollen dürfte. Für das Basismodell sind frecherweise weder Fahrerassistenzsysteme noch adaptive Dämpfer oder das große Navi zu haben. Wirklich gehoben ausgestattete Exemplare im Stile des Testwagens sind da schnell 20.000 Euro teurer. Womit wir wieder bei der anfänglichen Statusfrage wären.

Fazit

Der Arteon ist rein sachlich betrachtet nur ein Passat, der mehr Fußraum und neue, teure Extras bietet. Zum echten Luxusliner aus dem Hause VW reift die Limousine erst durch ihr charismatisches Design.

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Neuester Kommentar

"Meiner Meinung nach würde ein 6 Zylinder aus dem Audi Regal gut zum Fahrzeug passen, ebenso wie die Hybridversion aus Passat GTE. Mal sehen was da noch kommt."

Die "V6-Motoren aus dem Audi-Regal" passen nicht nur nicht gut in diesen Passarati, sondern sie passen überhaupt nicht in ein solches Auto auf MQB-Basis. Die Audi-V6 eignen sich nur für den Längseinbau, der MQB trägt seine Motoren hingegen grundsätzlich quer unter der Haube.
Was allerdings baulich problemlos passen würde, das sind die "altbekannten" VR6-Motoren einschl. des im Vorgänger eingesetzten 3.6 l-Saugers und des 3,0 l-TSI, von dem ich jetzt aus dem Stegreif nicht sagen kann, ob er bereits anderswo eingesetzt wird oder noch in der Entwicklung befindlich oder sogar letztere bereits eingestellt ist. Dafür existiert zumindest hierzulande kaum ein Markt. Mittelklassekäufer, zumal gewerbliche Nutzer, wollen noch immer mehrheitlich einen Diesel, und dem Rentner, dem letzten verbliebenen privaten Neuwagenkäufer, genügt meist ein Einsteigsmotörchen. Zu dumm deshalb auch, dass kein VR6-TDI existiert, aber genau darum hat VW eben den ausgereizten 2.0 TDI mit 240 PS entwickelt. Leider wird ein Vierzylinder-Diesel nicht unbedingt kultivierter, wenn man ihn leistungsseitig auspresst, ganz im Gegenteil. Auch der 25d-Zweiliter von BMW ist kein Ausbund an Laufkultur, ein 18d läuft angenehmer.

Im Übrigen würde ich beim CC nicht unbedingt von homöopathischen Dosen sprechen. Ich sehe täglich etliche CC, gerade auch auf den Autobahnen. Ganz im Gegensatz bspw. zum Scirocco hat sich der CC für ein Nischenmodell recht ordentlich verkauft, offensichtlich auch und gerade bei Firmenkunden. Welchen Maßstab legt man an? Dass sich ein günstigerer (und mit dem Erscheinen des B8 modernerer) Passat Variant 2.0 TDI in größeren Mengen an den Mann oder die Frau bringen lässt, das dürfte in der Natur der Sache liegen. Gegen CC oder Arteon spricht es gewiss nicht.

@ austinmini: Wenn Sie keine Ahnung haben, dann verzichten Sie bitte zukünftig auf solche Beiträge. Es wird auch niemand gezwungen, sein Fahrprofil auf "Sport" zu stellen, ja es zwingt Sie nicht mal jemand, ein solches Auto zu kaufen. Ganz einfach. Falls Sie denn überhaupt schon ein Alter erreicht haben sollten, in dem man über die Anschaffung eines eigenen Automobils nachdenkt. Ganz sicher bin ich mir da nicht.

930.engineering 3. Juni 2017, 17:48 Uhr
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