Die Reminiszenzen an die Vergangenheit sind unübersehbar, die wahre Hommage an die Zukunft lässt sich dagegen nur auf einer längeren Entdeckungsreise ausmachen.
Wer glaubt, schon auf den ersten Blick zu erkennen, dass der Golf ein Golf geblieben ist, hat sich von den Designern in die Irre führen lassen. Der von ihnen gewählte Dress verschleiert geschickt die Tatsache, dass es den Golf so, wie ihn eine ganze Generation kennen gelernt hat, nicht mehr gibt.
Es heißt Abschied nehmen von einem knapp geschnittenen, im Fahrverhalten komfortablen, aber gleichzeitig etwas gemütlichen Torkler, der beim Umrunden schneller Kurven schon einmal gerne ein Rad gehoben hat. Die schöne neue Golf-Welt lässt diese mensch-lichen Regungen nicht mehr zu.
Dabei wirkt zunächst längst nicht alles so schön wie in der guten alten Zeit. Früher hat der Golf in seiner Klasse den Maßstab für die Anmutungsqualität gesetzt und damit auch einen wichtigen Teil seines Erfolges eingefahren. Heute tut er das nicht mehr.
Denn während der Vorstand für die aufwendige Lösung der in die Heckklappe hinreinreichenden Rückleuchten Geld locker gemacht hat, wurde bei der Gestaltung der Armaturentafel eindeutig auf die Kostenbremse gedrückt. Die Materialien im Mittelbau präsentieren sich nicht mehr hochwertig ausgeschäumt, sondern aus Hartplastik mit Softlack überzogen – genauso wie jener Teil der
Tür-Innenverkleidung, der die Schalter für die elektrischen Fensterheber aufnimmt.






