Der Wolfsburger Bestseller VW Golf geht in seine sechste Generation. Der neue Golf soll hochwertiger, komfortabler und fahraktiver sein. Erste Fahreindrücke der 160 PS starken 1.4 TSI-Version.
Der 1,4-Liter-TSI-Motor säuselt sein fast lautloses Verbrennungs-Liedchen. Im Leerlauf ruht das neue, 160 PS starke Turbo-Kompressor-Aggregat fast so still wie von einem Start-Stopp-System abgestellt. 6,3 Liter pro 100 Kilometer soll der 1.4-Direkteinspritzer nur konsumieren und damit sogar einen Zehntelliter weniger als der halb so starke Einstiegs-Benziner. Das neue Siebengang-DSG klaubt noch einmal 0,3 Liter weg. Umweltgewissen und Geldbeutel nicken recht zufrieden, doch was sagt der Gasfuß? Alles bestens. Der große kleine Benziner stürmt aus den Drehzahl-Niederungen fast wie ein Turbodiesel heraus, erklimmt die 6.000er ohne Mühe und Ansprechverhalten.
Wer es darauf anlegt, stürmt laut VW in acht Sekunden von Null auf Tempo 100. Dabei treibt einen der Golf nicht zum Heizen. Dazu ist das Motorgeräusch von der neuen Akustik-Frontscheibe und verbesserter Isolierung zu beruhigt, das Cruising-Gefühl zu wohlig.
Wie geschickt sich die optional variablen Dämpfer bis zu tausendmal in der Sekunde an Fahrsituation und -bahn anpassen, Nicken sowie Wanken unterdrücken, und wie locker das optimierte ESP mit dem Grenzbereich spielt, das nährt den Glauben an den Ingenieur-Konzern VW. Ohne Hektik fliegt Nummer sechs S-Kurven entlang und schiebt Untersteuern ganz weit hinaus. Wie im GTI, werden Kenner jubeln, nur mit viel entspannteren Pobacken. Er gleitet im Comfort-Modus sanft über fiese Verwerfungen, um auf Knopfdruck im härteren Sportmodus selbst intimere Asphaltdetails preiszugeben. Dann packt auch die präzise elektromechanische Lenkung sportlich firmer zu.






