VW Lupo TDI

Als weltweit erster Automobilhersteller bringt Volkswagen ein Drei-Liter-Auto in Serie. Der VW Lupo TDI erreicht sein Sparziel durch High Tech und verzichtet auf faule Kompromisse.

Der Erfolg hat viele Väter, das Drei-Liter-Auto einen: Ferdinand Piëch. Schon 1991, damals noch bei Audi, setzte der VW-Chef zum Entsetzen seiner Mitbewerber die magische Drei als Verbrauchsziel fest. Das Schwierige an Piëchs Vision: Sie sollte mit einem voll gebrauchstüchtigen, viersitzigen Auto ohne Einschränkungen bei Komfort und Fahrleistung Realität werden. Nun ist das Ziel erreicht. Als Basis des Sparkünstlers dient der neue Kleinwagen aus dem VW-Konzern, der Lupo.

Die knapp über 3,5 Meter lange Karosse des Zweitürers versprach die meisten Chancen, die für das angepeilte Verbrauchsziel zwangsläufig notwendige Gewichtsabsenkung umzusetzen. Doch selbst das war Knochenarbeit, wie die damit betrauten VW-Ingenieure versichern. Schließlich muß auch ein Drei-Liter-Auto die einschlägigen Sicherheitsanforderungen erfüllen, die seit der Formulierung des Gedankens bis zur Realisation sprunghaft gestiegen sind. So besteht das Fahrwerk in vielen tragenden und führenden Elementen aus Aluminium, sogar die hinteren Bremstrommeln, der Bremskraftverstärker und das Fußhebelwerk greifen auf dieses Material zurück.

Die Karosserie bedient sich zur Gewichtsreduzierung einer Mischbauweise aus hochfestem Stahlblech, Aluminium und Magnesium. Türen und die Hauben bestehen aus Alu, der Heckdeckel besitzt zusätzlich einen steifen Magnesiumrahmen. Das extreme Leichtbaumaterial findet sich auch als Tragstruktur im Lenkrad und beim Getriebegehäuse wieder. Schließlich mußten noch dünneres Glas und ein Pannenset statt eines Reserverades ihren Beitrag zur Magerkur leisten. Mit 800 Kilogramm Leergewicht ist das Ergebnis ernüchternd, relativiert sich allerdings im Vergleich zum Serien-Lupo, der um rund 200 Kilogramm unterboten wird. 

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Gert Hack

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