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VW Roadster W12

Morgenröte

Zur Jahrtausendwende will Volkswagen in die Luxusklasse vorstoßen. Das Roadster-Modell W12 ist die Speerspitze dieser Bewegung. auto motor und sport hatte Gelegenheit zu einer ersten Ausfahrt.

25.10.2001

Die erste Begegnung ist frostig. Die elegant geschwungene Windschutzscheibe erfüllt ihre Aufgabe nur dürftig. Scheitel und Stirn des Fahrers überragen den Scheibenrand. Daß der Fahrtwind eisig gegen die Stirn peitscht, hat aber auch eine positive Seite: Der Fahrer bleibt cool. Hitzewallungen bleiben aus, auch wenn im Nacken des Chauffeurs ein 420 PS starker Zwölfzylinder brummt, auch wenn er in einer roten Flunder sitzt, die das Format eines klassischen Sportwagens hat. Dabei stammt der Roadster, der sich W12 nennt, nicht aus Maranello. Er kommt aus Wolfsburg. Und er ist ein echter Volkswagen.

Dort hat man bislang so unspektakuläre Sportler wie Scirocco oder Corrado gebaut – mit braven Vierzylindermaschinen, die ihre Kraft an die Vorderräder abgaben. Der neue Sportwagen aus Wolfsburg ist ein anderes Kaliber. Der Exote unter den Volkswagen ist zweisitzig und bei Bedarf 300 km/h schnell. Er hat im Vergleich zu seinen Konkurrenten extrem kurze Überhänge – und in seiner Mitte sitzt der kürzeste Zwölfzylindermotor der Welt, der seine Leistung an die Hinterräder abgibt. Das W12-Aggregat ist eine Kombination aus zwei VR6- Motoren. Der neue Zwölfzylinder ist gerade mal 51 Zentimeter lang und damit kürzer als der V8 im Audi A8.

Er wirkt so kompakt, daß ihm die Designer für seinen Dienst im Roadster sogar zwei Lamellen spendierten, damit er nicht zu verloren hinter den Sitzen des roten Sportlers wirkt. Weil der Zwölfzylinder so kurz baut, kann sich der Roadster sogar den Luxus eines Kofferraums mit einem Volumen von 280 Litern leisten. Der kurze Zwölfzylinder ist die Speerspitze einer Langzeitstrategie. Der W12 wird in einer Kleinserie gebaut. Neben 100 Roadstern sollen im Jahr 2000 auch 200 W12 Coupés auf die Straße kommen. Bis dahin fährt der Passat Plus schon mit einem W-Motor und acht Zylindern. Der W12 wird neben den Sportwagen die neue, große VW-Luxuslimousine mit dem Codenamen D1 und den Audi A8-Nachfolger antreiben. 

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