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VW Scirocco im Fahrbericht

Es muss nicht immer Golf sein

07/2014, VW Scirocco Fahrbericht Foto: VW 24 Bilder

GTD, GTI – alles gut und schön, aber eben ein Golf wie er fast an jeder Ecke steht. Natürlich bietet die sportliche Kompaktklasse viele Alternativen, selbst im Volkswagen-Konzern. Trotzdem muss man weder zu Audi, Seat oder Skoda ausweichen, denn auch unter dem Scirocco steckt die die Technik des Golf.

15.07.2014 Peter Wolkenstein

Allerdings baut das in der dritten Generation seit 2008 angebotene, viersitzige Coupé mit großer Heckklappe und ordentlichem Ladevolumen (312 Liter) noch nicht auf dem modularen Querbaukasten auf. Das ändert sich auch mit dem jüngsten Facelift nicht. Stattdessen schärft VW vor allem jene Punkte nach, die nach eigenen Angaben bei der Kaufentscheidung für den Scirocco die wichtigsten Faktoren sind: Design und Dynamik.

Die äußerlichen Modifikationen am VW Scirocco fallen dezent aus und erst im Vergleich zum bisherigen Modell auf. Front- und Heckstoßfänger wurden so verändert, dass sie die Breite des Scirocco stärker betonen sollen. Dazu kommen veränderte Scheinwerfer, Tagfahr- und Nebelleuchten sowie eine modifizierte Heckklappe, bei der das VW-Zeichen wie beim Golf als Öffner dient. Im weitgehend neu gestalteten Cockpit ziehen die drei Zusatzinstrumente – Ölthermometer, Ladedruckanzeige, Stoppuhr – über der veränderten Mittelkonsole die Blicke auf sich. Instrumente in Tubenoptik, dazwischen ein Farbdisplay für den Bordcomputer sowie das aus dem Golf GTI bekannte Dreispeichen-Lenkrad komplettieren die Änderungen. Kein Update gibt es hingegen beim Infotainment-Angebot, auf die jüngste Touchscreen-Generation wie in Golf oder Polo müssen Scirocco-Fans weiterhin verzichten.

VW Scirocco 2.0 TDI R-Line, Genfer Autosalon, Messe 2014
VW Scirocco Facelift in Genf 2014 1:19 Min.

Großer Diesel schiebt kräftig an

Schlüssel drehen und ab auf die Autobahn. Untermalt von dumpfem Grummeln stürmt der VW Scirocco 2.0 TDI voran und verlangt spätestens ab 4.000/min den nächsten Gang. Denn unter der Haube steckt der kräftigere der beiden Diesel, obwohl er überhaupt nicht danach klingt. Wer den nun 184 statt 177 PS starken Selbstzünder akustisch als solchen wahrnehmen will, muss schon die Seitenscheiben öffnen – dank eines Soundgenerators wie im Golf GTD ist der Diesel im Cockpit von einem sonor brummenden Benziner kaum zu unterscheiden. Mit einem maximalen Drehmoment von 380 Nm schiebt er zudem mit Nachdruck an, egal, welcher der sechs Gänge gerade eingelegt ist.

Mit maximal 350 Nm kann beim Drehmoment nicht einmal der sportliche R als leistungsstärkster Benziner mithalten, obwohl der Zweiliter-TSI nun 280 statt 265 PS auf die Vorderräder loslässt und unter herrlichem Grollen in 5,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprintet. Damit die mit der Reifendimension 235/40 bestückten 18-Zöller auch in Kurven vor der geballten Kraft nicht kapitulieren, ist beim R wie bisher die sonst optionale elektronische Differenzialsperre XDS serienmäßig an Bord. Eine wirkungsvollere mechanische Sperre wie im Golf GTI Performance wird für den Scirocco R – immerhin der stärkste Fronttriebler von VW – nicht angeboten.

VW Scirocco liebt Kurven

Doch auch so fühlt man sich mit dem Coupé auf kurvigen Strecken pudelwohl, unabhängig davon, welcher Motor unter der Haube steckt. Das Fahrwerk, auf Wunsch mit adaptiven Dämpfer lieferbar, bleibt unverändert. Mit der feinfühligen Lenkung lässt sich der VW Scirocco präzise um die Ecken zirkeln, wobei die serienmäßigen Sportsitze mit ihrem Seitenhalt sicherstellen, dass sich der Fahrer voll aufs Lenken, Gas geben und Bremsen konzentrieren kann.

Alle Motoren – vier Benziner (125, 180, 220 und 280 PS) und zwei Diesel (150 und 184 PS) sind neu und erfüllen nun die Euro 6, und obwohl sie bis zu 20 PS mehr Leistung als ihre Vorgänger haben, sollen sie bis zu 19 Prozent weniger verbrauchen – auch dank der nun serienmäßigen Start-Stopp-Automatik. Die Sonderausstattungsliste führt nun zusätzliche Extras wie einen Totwinkel- und Parklenkassistenten sowie ein neues Dynaudio-Soundsystem (400 Watt) samt Subwoofer. Und die Preise? Sie starten nun bei 23.900 Euro (bislang 23 375 Euro). Zum Vergleich: Den zweitürigen Golf GTD gibt es ab 29.700 Euro, der Scirocco 2.0 TDI mit dem gleichen 184-PS-Diesel steht mit nur 50 Euro mehr in der Preisliste.

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