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VW T6 California Coast Fahrbericht

Erste Tour mit dem neuen Campingbus

VW T6 California Coast Foto: Achim Hartmann 16 Bilder

Wie der T6 wurde auch die Camping-Variante dezent geliftet. Allerdings gibt es ein drittes Modell zwischen Beach und Ocean. Die erste Tour im neuen VW California Coast.

11.09.2015 Dominic Vierneisel

Lust auf eine erste Tour im neuen VW California? Aber sicher doch. Schließlich steht dieser Campingbus wie kaum ein anderer für Freiheit und Abenteuer. Und man sagt ja, die erste Nacht bleibt immer unvergesslich. Weißt du noch damals, kann ich eines Tages zu mir sagen, mit dem California direkt an diesem Bergfluss, dessen Rauschen so beruhigend durch das Dachzelt drang. Und wie exzellent der 204-PS-T6 fuhr, durch diese einzigartige Landschaft zwischen Wasser und Bergen. Weißt du noch damals, in diesem superheißen Sommer 2015, als du für die erste Tour im neuen California extra nach Norwegen geflogen bist.

Der erste Kontakt: Der California steht natürlich in einem Parkhaus. VW will demonstrieren, dass er eben auch das kann und nach wie vor unter zwei Meter Höhe bleibt. Ich greife zum Coast, dem neuen Modell, gut 7300 Euro günstiger als der Ocean; mit derselben, aber heller dekorierten Schrankzeile und manuellem Klappdach. Doppelverglasung gibt es nicht, die Standheizung nur optional.

Die Sitze sind nach den üblen Pritschen im Flugzeug eine Wohltat, doch wie beim Vorgänger ist die Höhenverstellung nicht mit Drehkonsolen kombinierbar. Und nach wie vor drehen die Sitzschienen nicht mit, was das Wenden immer so fummelig macht.

Neuer VW T6 California federt und fährt so famos

Doch jetzt geht’s erst mal auf Tour. Mit dem griffigen Lederlenkrad zirkeln wir den California aus der Garage. Unglaublich leise läuft dieser 204-PS-TDI, doppelt so stark wie der Basis-Coast und rund 7.330 Euro teurer. Geschmeidig und engagiert schnürt er los. In Verbindung mit dem flinken Doppelkupplungsgetriebe DSG wirkt der moderne Biturbo noch elastischer. Die Herausforderungen für das Fahrwerk – am T5 eine Schwachstelle – lassen wegen der guten Straßen auf sich warten. Dann stellt sich heraus, dass es schon ordentliche Wellen braucht, um den T6 mit der neuen Fahrwerksregelung DCC aus der Ruhe zu bringen. Der California federt und fährt so famos, dass es eigentlich zu schön ist, um wahr zu sein. Für eine valide Aussage muss man die ersten Serienautos abwarten.

Fakt ist jetzt schon: Günstig ist der Neue nicht. Doch selbst 50.450 Euro Grundpreis für den Coast ändern nichts am volksnahen Image. Wohl weil ein neuer VW Bus immer ein bisschen wie ein alter Bekannter daherkommt. Speziell der T6, dessen nur dezent erneuerte Front subtil sogar T3 und T2 zitiert. Verglichen mit den großen Sprüngen, die Ford Transit Custom und Mercedes V-Klasse gemacht haben, hat sich beim neuen VW T wenig getan.

Bessere Innenraumbeleuchtung dank LED

Auch im California fallen die Neuerungen nicht auf den ersten Blick ins Auge. Klasse ist die bessere Beleuchtung. Insgesamt fünf dimmbare LED-Lampen gibt es zusätzlich; darunter eine hinten im Dachbett. Leichter bedienbar sind die Rollos an Front- und Heckscheibe. Dank höherer Griffmulden bekommt man die Schiebetüren an der Küche etwas besser auf, auch wenn man die Sitzbank zum Bett umgebaut hat.

Das Aufstelldach ist dasselbe; ebenso das Aludruckgussteil, das als Spoiler fungiert und auf das Dach geklebt wird. Einstige Probleme mit Kontaktkorrosion scheint man im Griff zu haben. Der Zeltbalg, der aus Polyester besteht, ist haltbarer und trocknet schneller. Einen Fliegenschutz für die Schiebetür als Abwehr gegen die Mücken dieser Welt hätten wir uns noch gewünscht.

Noch mal richtig ran muss der California zum Schluss. Das letzte Stück vor dem Camp ist extrem grob geschottert und ziemlich steil. Während der 4Motion lässig hochkrabbelt – die Haldexkupplung soll noch schneller für Kraftschluss mit der Hinterachse sorgen –, packen wir’s mit dem Fronttriebler erst im zweiten Anlauf. ASR-reguliert zieht sich der T6 über die Kuppe. Am Ziel.

Es wird spät dunkel im Norden, doch irgendwann ist es Zeit. Ich bin ganz froh, dass ich das 1,20 Meter breite Dachbett für mich allein habe. Der Fluss murmelt mich in den Schlaf. So nah dran an die Freiheit kommt man nicht mit vielen Autos. Der California bleibt ein großes Versprechen

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