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VW Touran im Fahrbericht

Zweite Modellgeneration des VW-Vans

VW Touran Foto: VW 13 Bilder

VW spricht vom neuen Touran, oberflächlich betrachtet wirkt er jedoch sehr vertraut. Denn um die zweite Generation als solche zu erkennen, ist ein tiefer Blick unter das Blechkleid notwendig.

29.06.2010 Christian Bangemann

Sollen wir ihn den neuen Touran nennen? Steht wirklich die Generation zwei vor uns, oder ist es nach der Modellpflege Ende 2006 doch eher das zweite Facelift, das den 2003 vorgestellten Van für die nächsten Jahre fit machen soll?

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Fahrbericht: Stark renovierter Kompaktvan VW Touran
auto motor und sport 13/2010
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VW Touran: 90 Prozent aller Außenteile wurden modifiziert

Vertraut man den VW-Angaben für den Touran, so sind 90 Prozent aller Außenteile der ab sofort bestellbaren Großraumlimousine modifiziert. Im Grunde alle bis auf die vier Türen, die der Neue mit dem Alten gemein hat. Scheinwerfer, Kühlergrill und Rücklichter fallen neben den Stoßfängern auf Anhieb als geändert ins Auge. Auch beim Interieur habe sich einiges getan, sagt VW.

Schaut man genauer hin, fallen die Modifikationen allerdings eher moderat aus, wie der Fahrbericht des VW Touran zeigt: diverse Zierblenden beispielsweise um Luftausströmer und Fensterheberschalter (ab Ausstattungslinie Comfortline), Dreispeichenlenkrad, weiß hinterleuchtete Instrumente, geänderte Bedienung für die Klimaanlage (Serie), neue Bezugsstoffe, modifizierter Schalthebel für das Doppelkupplungsgetriebe (je nach Motor mit sechs oder sieben Schaltstufen), teppichverkleidete Kofferraum-Seitenwände für mehr Kratzresistenz und voll versenkbare Kopfstützen in den äußeren Fondsitzen, um die Rundumsicht zu verbessern.

Sitzkonzept im VW Touran bleibt unverändert

Das Sitzkonzept des VW Touran wurde dagegen beibehalten. Laternenparker werden weiterhin bemängeln, dass sie die maximale Kofferraumgröße von annähernd zwei Kubikmetern nur dann nutzen können, wenn sie die Sitze der zweiten Reihe ausbauen und in Keller oder Wohnung verstauen.

Immerhin gelingt die Demontage der 17 Kilogramm schweren Stühle im Touran flott und ohne Gefahr für die Finger. Zudem erlaubt es die ausgeklügelte Falttechnik meist, die nach wie vor längs verschiebbaren Sitze im Auto zu lassen und trotzdem eine Menge Gepäck einzuladen. Wer mag, kann die Bestuhlung obendrein anders anordnen, auf den Mittelplatz verzichten und die Fondpassagiere etwas von den Türen weg in der Wagenmitte Platz nehmen lassen.

VW-Klappsessel sind auch für Erwachsene langstreckentauglich

Damit herrscht im VW Touran ein gediegenes Limousinen-Raumgefühl, denn Form und Position der Klappsessel sind auch für Erwachsene langstreckentauglich. Für Reihe drei (optional) gilt dies jedoch nur eingeschränkt, nämlich für Kinder. Beibehalten wurde die Möglichkeit, Sitzplatz sechs und sieben im Kofferraumboden verschwinden zu lassen. 40 Prozent der Touran-Kunden entschieden sich übrigens bisher für die siebensitzige Version.

Wer wirklich Neues am Touran erleben möchte, kommt um eine Probefahrt nicht herum, denn besonders technisch hat sich der bislang weltweit 1,13 Millionen Mal verkaufte Kompaktvan deutlich weiterentwickelt.

Leistungsspektrum im Touran reicht von 90 bis 170 PS

Für den VW Touran stehen acht Motoren zur Wahl. Sie decken ein Leistungsspektrum von 90 bis 170 PS ab, sechs Aggregate davon sind neu im Touran. Dazu zählt der 105 PS starke 1,6-Liter-TDI, der wie alle Diesel per Common-Rail-Direkteinspritzung mit Kraftstoff versorgt wird. Er stand zum ersten Fahrbericht des VW Touran in der Version Blue Motion Technology zur Verfügung und stellt verbrauchstechnisch die Speerspitze im Programm dar.

Mit seinem ECE-Verbrauch von 4,6 L/100 km ist der VW Touran 1.6 TDI derzeit sparsamer als alle anderen Siebensitzer, behauptet VW. Beim Knausern helfen diesem Modell sowohl eine Start-Stopp-Technik als auch eine Schaltpunkt-Empfehlung, die bereits bei 1.200/min Umdrehungen zum Schalten in den nächsthöheren der insgesamt sechs Gänge auffordert.

105-PS-Diesel des VW Touran reißt beim Beschleunigen keine Bäume aus

Allerdings büßt der Vierzylinder des Touran im Fahrbericht bei so geringen Tourenzahlen erheblich von seinem üblicherweise sanften Wesen ein, er beginnt spürbar zu vibrieren und leicht zu brummen. Wer auf das letzte Zehntel beim Verbrauch pfeift, schaltet besser bei 1.500 bis 1.600/min und erlebt dann einen weit besseren Antriebskomfort. Dass der 105-PS-Diesel beim Beschleunigen keine Bäume ausreißt, lässt sich verschmerzen.

Wer mehr Schub will, greift halt zum VW Touran Zweiliter-TDI mit 140 oder 170 PS. Die neuen Motoren treffen auf ein überarbeitetes Fahrwerk, das erstmals auch gegen Mehrpreis mit elektronisch geregelten Dämpfern (DCC) zu haben ist. Drei unterschiedliche Grundeinstellungen (komfortabel, normal und sportlich) beeinflussen neben dem Komfort zusätzlich die Fahrsicherheit.

Federung im VW Touran ist straff aber nicht unkomfortabel

In kritischen Situationen verhärtet die Regelung die Dämpfer des Touran automatisch, reduziert damit Nicken sowie Wanken und hilft, die fahrdynamischen Anforderungen beispielsweise eines Ausweichmanövers besser zu erfüllen. Allerdings ist der VW Touran auch mit dem normalen Fahrwerk weitgehend gefeit vor Torkel- und Wankbewegungen in Kurven.

Seine straffe, aber nicht unkomfortable Federung und der direkt an den Federbeinen angelenkte Vorderachs-Stabilisator wirken diesen entgegen. Ein weiteres technisches Highlight ist im Wortsinn das Licht des Touran.

Technisch hat sich der VW Touran durchaus weiterentwickelt

Wer die für den VW Touran ab August bestellbaren Xenon-Scheinwerfer ordert, bekommt das intelligente Licht des Touareg, das Fahrten mit Fernlicht bei Voraus- oder Gegenverkehr erlaubt, weil es die anderen Fahrzeuge aktiv aus dem Lichtkegel ausblenden kann. Ganz so aufwendig sind die Standard-Halogenscheinwerfer nicht, aber auch sie sind gegen Aufpreis mit einem Assistenten kombinierbar, der ab 60 km/h das Fernlicht selbsttätig aktiviert oder abblendet, wenn es die Verkehrssituation erlaubt.

Technisch hat sich der Touran also durchaus eine Generation weiterentwickelt, optisch dagegen maximal eine halbe. Aber das Beibehalten der Grundkarosserie entpuppt sich nicht als Nachteil. Denn mit dem Modellwechsel im August ist der Van überraschenderweise weder länger noch breiter geworden – auch das darf man heute als Fortschritt begreifen.

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