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Filipe Albuquerque

Filipe Albuquerque ist ein portugiesischer Rennfahrer, der in der DTM für Audi an den Start geht. Den größten Erfolg feierte der Iberer 2010 mit dem Sieg beim Race of Champions in Düsseldorf.

Filipe Miguel Delgadinho Albuquerque, wie der DTM-Pilot mit vollen Namen heißt, begann seine Motorsportlaufbahn bereits im Alter von acht Jahren. Von 1993 bis 2004 durchlief er zahlreiche Juniorserien im Kart, bis er 2005 endlich in die Formel-Serien wechselte. Überraschenderweise war seine erste Station bei den "großen" Autos die deutsche Formel Renault, die er auf Anhieb auf Rang drei abschließen konnte.

Filipe Albuquerque hatte schnell Blut geleckt und ging mit guten Resultaten weiter durch die verschiedenen Formel Renault-Serien Europas. Mit dem Formel Renault 2.0 Eurocup und der nordeuropäischen Formel Renault sammelte der Portugiese in der Saison 2006 gleich zwei Titel.

Knick in der Karriere von Albuquerque

Damit qualifizierte sich Albuquerque für die internationale World Series by Renault, die er auf Anhieb auf Rang vier abschließen konnte. Danach kam es allerdings zu einem leichten Karriereknick. Der Youngster konnte sich kein Renncockpit sichern und versuchte mit sporadischen Auftritten in der GP2, der A1GP und der Renault World Series auf sich aufmerksam zu machen.

Für 2009 musste Albuquerque erneut mit Kurzeinsätzen leben. Dabei freundete er sich auch erstmals mit der italienischen GT-Meisterschaft an. Hier fuhr er 2010 auch zusammen mit Teamkollege Marco Bonanomi und sicherte sich immerhin den Vizetitel.

Sieg beim Race of Champions 2010

Parallel dazu konnte er sich bei einer Qualifikationsveranstaltung einen Platz für das Race of Champions sichern. Bei dem Event in Düsseldorf folgte der größte Auftritt in seiner Karriere. In der Vorrunde schlug er zunächst den US-Rallye-Star Tanner Foust, sowie NASCAR-Pilot Carl Edwards, bevor er auch den frischgebackenen Formel 1-Weltmeister Sebastian Vettel hinter sich ließ.

In den K.O.-Rennen war Albuquerque ebenfalls nicht zu schlagen. Zuerst hatte Landsmann Alvaro Parente im Viertelfinale das Nachsehen, dann kickte er Sebastian Vettel ganz aus dem Turnier. Im Finale schlug er auch noch Rallye-Rekordchampion Sebastien Loeb.

Albuquerque steigt mit Audi in die DTM ein

Mit dem prestigeträchtigen Titel beim Race of Champions wurde auch die Fachwelt auf das vergessene Talent aufmerksam. Audi lud Albuquerque zu einem DTM-Test ein, bei dem der Portugiese die Teamführung überzeugen konnte. Die Debütsaison in der höchsten deutschen Tourenwagenklasse verlief durchwachsen. Vor allem zu Beginn des Jahres hatte Albuquerque Probleme, sich an das Tempo zu gewöhnen. Der Durchbruch gelang erst beim Rennen nahe seiner Heimat in Valencia, wo er sensationell auf Rang zwei fuhr.

In der Hoffnung, dass Albuquerque in seiner zweiten Saison konstantere Leistungen bringt, verlängerte Audi den Vertrag mit dem Talent um ein weiteres Jahr für 2012. Mit einem neuen A5 DTM konnte der Portugiese wenigstens regelmäßig in die Punkte fahren. Bei sieben von zehn Rennen gab es Zählbares - ein Podium war aber nicht dabei. Am Ende landete er auf Rang elf der Fahrerwertung.

2013 geht es für den Iberer in das dritte DTM-Jahr. Wieder greift er zusammen mit Teamkollege Mortara für das Team Rosberg an. Wenn sich Albuquerque eine lange Zukunft bei Audi wünscht, sollte er langsam mal durchstarten.

(Stand: 04/2013)

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