Kamui Kobayashi lebt bereits seit vielen Jahren in Europa. Zuletzt ist er von Paris nach Köln umgezogen, später dann in die Schweiz. Ihren Ausgangspunkt nahm die Karriere des in Amagasaki geborenen Talents allerdings in Japan. Mit neun Jahren ging der Youngster erstmals im Kart auf Punktejagd, wobei er sich für Toyota schnell als förderungswürdiges Talent herausstellte. 2004 wurde Kobayashi erstmals in die Drivers Academy des Autobauers aufgenommen und konnte dann seine Karriere im Formelsport starten.
Kobayashi liefert sich Formel 3-Duell mit Vettel
In der Formel Renault absolvierte der junge Japaner nacheinander die asiatische, die deutsche, die italienische und die holländische Meisterschaft. 2006 folgte dann der Aufstieg in die Formel 3 Euroserie, wo er zusammen mit Sebastian Vettel und Paul di Resta in einem Team unterwegs war. In seiner ersten Saison blieb er als Achter allerdings deutlich hinter seinen Teamkollegen zurück, die den Titel unter sich ausmachten.
Trotzdem wurde Kobayashi schon 2007 zum Toyota-Testfahrer ernannt. Mit mehr Selbstvertrauen lief es in der zweiten F3-Saison auch gleich besser. Ein Sieg und sechs Podiumsplätze reichten am Ende für Gesamtrang vier.
Neben dem Aufstieg in die GP2 erhielt Kobayashi auch den Job als Toyota F1-Ersatzpilot. Trotz eines Sieges beim Saisonauftakt in Spanien konnte der Japaner die Erwartungen über das Jahr aber nicht ganz erfüllen. Am Ende sprangen nur zehn Punkte und der 16. Platz im GP2-Endklassement heraus.
Kobayashi wechselt zu Sauber
Mit diesen Resultaten hatten die F1-Ambitionen zunächst einen leichten Dämpfer bekommen. Doch 2009 sollte das Jahr für Kamui Kobayashi werden. Zwar kam er in der GP Serie wieder nicht über Platz 16 hinaus, doch wie es der Zufall wollte, verletzte sich Toyota-Stammpilot Timo Glock beim GP Japan und Kobayashi sprang als Ersatz in Brasilien und Abu Dhabi ein. Mit diesen zwei Vorstellungen konnte der Japaner auch die F1-Experten von sich überzeugen.
Nach dem Ausstieg von Toyota fand er beim BMW-Nachfolger Sauber einen festen Platz als Stammfahrer in der Königsklasse. In seiner ersten Saison konnte Kobayashi auch die letzten Zweifler überzeugen. Mit schnellen Runden und spektakulären Überholmanövern stellte der Japaner seinen routinierten Teamkollegen Pedro de la Rosa von Beginn an in den Schatten. Am Ende des Jahres zeigte Kobayashi im Duell mit Nick Heidfeld, dass er auch große Namen schlagen kann.
In der Saison bekam er den jungen Sergio Perez zur Seite gestellt. Kobayashi musste zeigen, dass er in die Rolle des Teamleaders wachsen kann. In den ersten Rennen funktionierte das auch zunächst gut. Kobayashi fuhr regelmäßig in die Punkte. Schon in Ungarn verlängerte Peter Sauber die Verträge mit seinen Piloten. Danach lief bei Kobayashi aber nicht mehr viel zusammen. Nur noch selten kam er in die Top Ten. Erstmals kam leichte Kritik auf. Am Ende landete er wie schon im Vorjahr auf Rang zwölf in der Fahrerwertung.
(Stand: 01/2012)



