Im Alter von neun Jahren steig der junge Nico Hülkenberg in den Kartsport ein. Sechs Jahre später sammelte er 2002 mit der deutschen Juniorenmeisterschaft bereits den ersten wichtigen Titel. Eine Saison darauf folgte dann der Sieg bei den Großen in der deutschen Kartmeisterschaft (DKM).
Hülkenberg sammelt Titel am Fließband
Mit 18 Jahren kam dann der logische Schritt in die ersten Formel-Serien. Über die Formel BMW-ADAC ging es 2006 in den deutschen Formel 3 Cup. Dank weiterer Erfolge sicherte sich Hülkenberg die Nominierung für das deutsche A1GP-Team. Hier kam der Youngster erstmals ins internationale Rampenlicht, als er im Winter 2007/2008 den Meisterschaftstitel für Deutschland einfuhr.
Der rasante Karriereverlauf wurde in der Formel 3 Euroserie fortgesetzt. Schon im Rookie-Jahr fuhr Hülkenberg auf Rang drei und wurde dabei nur von Roman Grosjean und Sebastien Buemi geschlagen. Das brachte dem talentierten Rheinländer einen Testvertrag beim britischen Williams-Team für die Saison 2008 ein. Parallel zu seinen zahlreichen Testeinsätzen gewann "Hülk" in seinem zweiten Formel 3-Jahr schließlich auch die Meisterschaft.
Formel 1-Einstieg mit Williams
Trotz großer Anerkennung und vieler Preise blieb dem ADAC-Junir-Motorsportler des Jahres 2008 der vorzeitige Sprung in die Königsklasse verwehrt. Neben seinen Testeinsätzen für Williams hatte sich Hülkenberg deshalb für den Einstieg in die GP2 entschieden. Hier ging er 2009 für das ART-Team auf Punktejagd und gewann auf Anhieb die Meisterschaft.
Die Belohnung für den damals noch von Willi Weber beratenen Hülkenberg war der Stammplatz bei Williams in der Saison 2010. In der Formel 1 kam der Rheinländer allerdings etwas schwer in Tritt. Zwar gab es schon im dritten Rennen in Malaysia den ersten WM-Punkt, der sollte allerdings auch der einzige in den ersten neun Einsätzen bleiben. In der zweiten Saisonhälfte landete Hülk dann regelmäßig in den Top Ten. Als bestes Resultat stand am Ende Platz sechs beim GP Ungarn. Für die größte Aufregung sorgte der Emmericher allerdings in Sao Paulo. Beim verregneten Qualifying zum GP Brasilien düpierte der Youngster die gesamte Konkurrenz und fuhr auf Pole Position.
2011: Hülkenberg wechselt zu Force India
Trotz der deutlichen Leistungssteigerung gegen Saisonende setzte Williams seinen Nachwuchsfahrer nach der Saison vor die Tür und ersetzte ihn durch Paydriver Pastor Maldonado. Bei Force India fand Hülkenberg schließlich eine neue Heimat. 2010 musste sich der Deutsche allerdings zunächst mit dem Job als dritter Mann hinter Adrian Sutil und Paul di Resta zufrieden geben. Über Einsätze bei den Testfahrten und im Freitagstraining kam der Youngster nicht hinaus.
Aber auch bei den kurzen Gelegenheiten im Cockpit ließ Hülkenberg sein Talent immer wieder aufblitzen. Und so war es nur logisch, dass Force India den schnellen Schlaks vor der Saison 2012 zum Stammfahrer beförderte.



