Paul di Resta ist 2011 endlich am Ziel seiner Träume angekommen. Dabei begann der neue Stern am Mercedes-Himmel schon früh aufzugehen. Mit acht Jahren drehte der in Uphall geborene Schotte die ersten Runden im Kart. Bereits als 14-Jähriger profitierte er von der Mercedes-Nachwuchsförderung als er 2000 und 2001 die McLaren-Mercedes Champions of the Future Kartserie mit dem Titelgewinn abschloss.
Di Resta schlägt Hamilton und Vettel
Durch einen dritten Platz in der Formel Renault gewann Di Resta 2004 den Young Driver of the Year Award des britischen Automobilverbands und wurde offizieller Mercedes-Junior. 2005 stieg das Talent in die Formel 3 Euroserie ein, die er 2006 mit dem Meistertitel abschloss. Dabei ließ auch Teamkollege Sebastian Vettel hinter sich wurde so Nachfolger von Lewis Hamilton.
Nach der F3-Meisterschaft folgte als logischer Schritt der Einstieg in die DTM. Dort bekam der Schotte zunächst einen Jahreswagen im Persson-Team von Arbeitgeber Mercedes zu Verfügung gestellt. Schon in der ersten Saison sorgte der Schotte für Furore, als er mit dem technisch unterlegenem Material vier Podiumsplätze einfuhr und zeitweise sogar die Gesamtwertung anführte.
Di Resta bleibt vier Jahre in der DTM
Damit hatte er sich 2008 den Platz im Werksteam mit einer aktuellen C-Klasse verdient. Und der Schotte enttäuschte die Erwartungen nicht: Bis zum letzten Rennen hielt der Youngster die Meisterschaft offen und musste sich am Ende mit vier Punkten nur knapp Audi-Pilot Timo Scheider geschlagen geben. Als bester Mercedes-Pilot demonstrierte der Youngster erneut sein Potenzial.
Auch 2009 stellte di Resta wieder sein Talent unter Beweis und schloss das Jahr als Dritter in der Gesamtwertung ab. Obwohl Di Resta bis zum Schluss ein Titelkandidat war, überwog am Ende die Enttäuschung. Als Trostpflaster wurde der Schotte von Force India als Testfahrer verpflichtet. Als einziger Ersatzmann durfte er regelmäßig am Freitag Erfahrung sammeln.
DTM-Titel und Wechsel in die Formel 1
Nebenbei fuhr Di Resta 2010 natürlich in der DTM weiter - und schaffte endlich sein Meisterstück. Mit drei Siegen und vier zweiten Plätzen konnte dem Schotten in Sachen Konstanz keiner das Wasser reichen. Damit aber noch nicht genug: Zum Meistertitel ging endlich auch der lange gehegte Traum in Erfüllung. Force India gab dem Supertalent einen Vertrag für die Formel 1, wo er 2011 an der Seite von Adrian Sutil an den Start ging.
Im ersten Formel 1-Jahr lief aber noch nicht alles nach Plan. Zwar konnte Di Resta seinen Teamkollegen Adrian Sutil im Qualifying zunächst öfter hinter sich lassen, in den Rennen sprangen dann aber zu wenig Punkte heraus. Erst in der zweiten Saisonhälfte wurde das Konto regelmäßiger aufgestockt. Mit Platz sechs in Singapur feierte Di Resta sein bestes Saisonergebnis. Am Ende blieb er allerdings in der WM-Wertung vier Plätze hinter Sutil. Auch das Quali-Duell ging knapp verloren.
Trotzdem schenkte Teamchef Vijay Mallya dem Schotten auch 2012 das Vertrauen. Dann muss sich Di Resta gegen Nico Hülkenberg durchsetzen.



