Romain Grosjean wurde direkt nach der Kart-Zeit von dem französischen Autobauer Renault unter die Fittiche genommen. Als erste Formelstufen ging es von der Schweizer Formel Renault über die französische Formel Renault schließlich in den Formel Renault Eurocup.
Als höchste europäische Monoposto-Serie blieb 2006 nur noch der Aufstieg in die Formel 3. Hier konnte sich der Franzose allerdings zunächst nicht wie gewünscht durchsetzen. Nur ein einziger Podiumsplatz in der ersten Saison bedeuteten am Ende Rang 13. 2007 lief es allerdings gleich viel besser. Beim Team von ASM sammelte er sechs Saisonsiege, die dem Youngster zum Titel verhalfen.
2008 folgte der logische Aufstieg in die GP2, in der er gleich zu Beginn die neugegründete GP2-Asia-Serie für sich entscheiden konnte. Die reguläre Saison schloss der Franzose dann als Vierter ab, wobei er aber immerhin den langjährigen Toro Rosso-Piloten Sebastien Buemi hinter sich lassen konnte.
Formel 1-Einstieg beim Renault-Werksteam
Parallel zu seinen Auftritten in der GP2 durfte Grosjean auch immer wieder für das Renault F1-Team testen. Doch trotz aller Bemühungen konnte der Test- und Ersatzpilot seinen Konkurrenten Nelson Piquet zunächst nicht aus dem Stammcockpit verdrängen. Nach dem Grand Prix von Ungarn wurde Piquet aber von Renault gekündigt und Grosjean rückte dadurch auf die Position des Stammfahrers auf.
Seine Leistungen waren aber alles andere als überzeugend. Vor allem mit seinem Crash beim Grand Prix von Singapur machte sich der Franzose nach dem heiklen Singapur-Skandal von Renault zum Gespött der Branche. Kein Wunder, dass Grosjean nach nur sieben Einsätzen wieder vor die Tür gesetzt wurde.
Grosjean-Comeback im Lotus F1 Team
Nach einem Jahr mit Sportwagenrennen und dem Debüt in Le Mans startete Grosjean erneut einen Angriff im Formelbereich. Mit dem GP2-Teams fuhr er 2011 fünf Siege ein und sicherte sich damit die Meisterschaftskrone. Parallel wurde er vom Nachfolger des ehemaligen Renault-Teams als Testfahrer verpflichtet. Beim letzten Grand Prix in Sao Paulo durfte Grosjean im Freitagstraining ran. In der Winterpause bekam er schließlich die freudige Nachricht, dass er neben Kimi Räikkönen das zweite Cockpit bekommt. Aus dem ehemaligen Renault-Rennstall ist mittlerweile das private Lotus F1 Team geworden.



