Russland ist 2010 in Form von Vitaly Petrov in der Formel 1 angekommen. Der Blondschopf aus Vyborg soll in seiner Heimat das Formel 1-Fieber entfachen und die Marke Renault bekannter machen. Vor allem soll Petrov aber erfolgreich im Auto fahren, was ihm bisher aber nur phasenweise gelang.
Angefangen hat die Rennkarriere des Sohns des Chefs der russischen Zollbehörde nicht wie üblich im Kart sondern 2001 im Lada Cup. Schon 2002 war er hier nicht mehr zu schlagen und sicherte sich seinen ersten Titel.
Vitaly Petrov kehrt nach Russland zurück
Der Formel-Einstieg erfolgte nur ein Jahr später in der Formel Renault. Nach einigen Startschwierigkeiten kämpfte sich Vitaly Petrov durch verschiedene Monoposto-Serien in ganz Europa. Dabei fuhr das Nachwuchstalent sogar in der Formel 3000.
So ganz sollte es aber nicht vorangehen mit der Karriere. So kehrte Petrov wieder zurück nach Russland in die Lada Revolution Serie. Nach einem zweiten Platz und einem weiteren Titel wagte er den zweiten Anlauf in Europa. Nach einigen Rennen in der Euroserie 3000 und der Formel 3000 gelang 2006 der Einstieg in die GP2.
GP2-Erfolge bei Campos
Nachdem er von David Price Racing zum Team Campos wechselte, konnte Petrov 2007 die ersten Achtungserfolge einfahren. Den ersten Punkten folgte in Valencia schließlich auch schnell der erste Sieg. In der GP2 Asia Serie belegte er 2008 hinter Romain Grosjean und Sebastien Buemi Platz drei und brachte sich somit in den Fokus der Formel 1-Talentsucher.
2009 gelang dann der große Durchbruch. Nur Nico Hülkenberg konnte den Russen in der "großen" GP2-Meisterschaft hinter sich lassen. "Petrov ist ein unheimlich harter Arbeiter, und er ist schneller als viele Leute glauben", erklärte der Deutsche anschließend über seinen GP2-Konkurrenten.
Petrov 2010 bei Renault F1
Wie Hülkenberg gelang Petrov schließlich auch der Sprung in die Formel 1. Unter vielen Kandidaten entschied sich Renault für den Russen - auch dank finanzieller Unterstützung für das Team. Große Erfolge konnte er in seiner ersten Saison jedoch nicht landen. In 19 Rennen gab es fünf Mal Punkte. Als bestes Ergebnis stand ein fünfter Platz in Ungarn. Das Punkteduell gegen Kubica verlor Petrov sang- und klanglos mit 136 zu 27.
Dank des finanziellen Beitrags seiner Sponsoren und der Bedeutung für den russischen Markt verlängerte Renault den Vertrag mit Petrov bis zur Saison 2012.
Stand: 02/2011



