Ausgerechnet zum Rennwochenende 2008 kündigte F1-Boss Bernie Ecclestone an, das Formel 1-Rennen von Silverstone nach Donington zu verlegen. So könnte die Königsklasse 2009 vorerst zum letzten Mal auf dem traditionsreichen Boden gastieren.
Der fließende Kurs mit seinen weiten begrünten Auslaufflächen und den schnellen Kurven war jahrelang eines der Highlights im Kalender. Vor allem der erste Teil der Strecke mit den bekannten Mutkurven Copse, Maggots, Becketts und Chapel trennen die Spreu vom Weizen. Mit 270 km/h geht es in die Kombination, in der viel Abtrieb und eine gute Balance gefragt ist. Nur wer das Gaspedal möglichst kurz lupft, kann hier Zeit gutmachen.
Am Ende der anschließenden Gerade folgt mit knapp 300 km/h der schnellste Punkt der Strecke, bevor die Boliden in der berühmten Fünfte-Gang-Kurve Stowe wieder eingebremst werden. Kurz vor dem Ende der Runde folgt mit dem engen Infield der langsamste Teil der Strecke. In den beiden letzten Kehren vor Start und Ziel müssen die Piloten bis in den zweiten Gang herunterschalten und auf gut 100 km/h verzögern.
Wegen den vielen schnellen Kurven ist die Bremsbelastung geringer als auf anderen Strecken. Dafür sind der Vollgas-Anteil mit 64 Prozent und der Abtriebslevel relativ hoch. Seit dem Einstieg von Lewis Hamilton in die Königsklasse konnte die Veranstalter vom British Racingd Driver Club (BRDC) jährlich ein ausverkauftes Haus vermelden. Trotzdem plagen die Engländer Geldsorgen, da der Staat das F1-Wochenende finanziell nicht unterstützt.

