Der Kurs, der in den 60er Jahren als überhöhtes Oval im NASCAR-Stil geplant war, wurde in den vergangenen 40 Jahre mehrmals aus Sicherheitsgründen umgebaut. Die ehemals vorhandene Steilkurve ist heute nicht mehr Teil der GP-Strecke. Wegen der gefährlichen Bedingungen sagte Niki Lauda sogar seine Teilnahme am Regen-Grand Prix 1976 ab, obwohl er zum damaligen Zeitpunkt mitten im Titelrennen steckte.
Markanteste Stelle der Strecke ist die ewig lange Gerade. Über anderthalb Kilometer beschleunigen die Piloten auf bis zu 315 km/h, nur um in der engen Spitzkehre wieder auf 80 km/h runterzubremsen. Der Mittelteil besteht vor allem aus schnelleren Kurven. Im Schlussabschnitt wartet ein enges Gurvengeschlängel auf die Piloten. Am langsamsten Punkt in Kurve 10 muss im ersten Gang auf unter 60 km/h verzögert werden.
Um auf der langen Geraden überholen zu können, ist eine gute Traktion in der 180°-Kehre vor Start und Ziel extrem wichtig. Hier sollte man eine saubere Linie finden, nah am Vordermann bleiben und früh beschleunigen, um sich auf der 1.500 Meter langen Geraden im Windschatten vorbeizusaugen.
Da am Ende der Geraden der einzige harte Bremspunkt der 4,56 Kilometer langen Strecke wartet, halt sich der Verschleiß der Carbon-Scheiben in Grenzen. Durch die sehr unterschiedlichen Streckenabschnitte muss ein Kompromiss-Setup gefunden werden, das sowohl eine schnelle Rundenzeit als einen hohen Top-Speed zum Überholen auf der Geraden ermöglicht. Die aerodynamische Effizienz des Autos spielt somit eine entscheidende Rolle.

