Lotus F1 Team - daran müssen sich die Fans in Zukunft gewöhnen. Das Renault-Werksteam ist seit 2012 endgültig Geschichte. Nur der Motor im Heck trägt noch das bekannte Rhombus-Logo. Der neue Name des Teams ist allerdings nicht unbekannt. In den 60er und 70er Jahren sammelte das Team um Starkonstrukteur Colin Chapman sieben Konstrukteurspokale und sechs Fahrertitel.
Lotus will um Titel kämpfen
Mit dem alten Team Lotus hat das neue Lotus F1 Team aber nichts am Hut. Der ehemalige Renault-Rennstall wurde 2010 von Finanzinvestoren aus Luxemburg gekauft. Nach einem langen Rechtsstreit konnte das Team 2012 endlich den Namen des Hauptsponsors Lotus übernehmen. Zuvor war der Caterham-Rennstall zwei Jahre lang unter dem bekannten Namen angetreten.
Die malaysischen Eigentümer der gleichnamigen Sportwagenfirma hoffen sich durch das Formel 1-Engagement die Verkaufszahlen der Straßenautos anzukurbeln. Die Investitionen sind hoch, das Risiko auch. Nach dem letzten WM-Titel von Fernando Alonso 2006 kämpft der ehemalige Werksrennstall um den Anschluss an die Spitze. Eine echte Chance auf einen Titel hatte man seitdem nicht mehr.
Lotus seit 2011 in Schwarz-gold
2011 ging das Team zum ersten Mal in der legendären schwarz-goldenen Lackierung an den Start. Damals noch unter dem Namen Lotus Renault GP. Nach zwei Podiumsplätzen zu Beginn der Saison durch Vitaly Petrov (Australien) und Nick Heidfeld (Malaysia) ging es danach stetig bergab. Das revolutionäre Auspuffkonzept mit dem Endrohr vor dem Seitenkasten bot zu wenig Entwicklungspotenzial. Die Konkurrenz konnte links und rechts vorbeiziehen. Am Ende wurde gerade noch so der fünfte Platz in der Teamwertung gesichert.
Unter dem neuen Namen Lotus F1 Team soll es 2012 wieder aufwärts gehen. Dabei setzt man auf neue Namen in den schwarz-goldenen Autos. Zur Überraschung vieler Experten hat Teamchef Eric Boullier den finnischen Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen zurückgeholt. Neben dem Iceman wird der französische GP2-Champion Romain Grosjean das zweite Cockpit besetzen.
(Stand: 01/2011)

